Versorgung durch die Fernwärmeschiene Niederrhein

Während der größte Teil der Fernwärme-Kunden in Duisburg über die Wärme aus den Heizkraftwerken in Hochfeld und in Wanheim versorgt werden, gilt das für die Menschen in Aldenrade, Alt-Hamborn, Alt-Homberg, Alt-Walsum, Bruckhausen, Fahrn, Hochheide, Marxloh, Neumühl, Obermarxloh, Overbruch und Vierlinden nicht. Sie sind zwar Kunden der Fernwärme Duisburg GmbH, praktisch läuft ihre Versorgung aber über die Fernwärmeschiene Niederrhein.

Die Funktionsweise weicht aber nur in einigen Punkten von der im Rest des Duisburger Versorgungsgebietes ab. So kommt die Wärme nicht nur aus den Heizkraftwerken, sondern aus zahlreichen Quellen. Hierzu zählen auch industrielle Abwärme von Thyssen-Krupp und Sachtleben-Chemie, Biomasse-Kraftwerke und zu großen Teilen auch des Kraftwerks in Walsum.

Während das heiße Wasser in den meisten Teilen des Duisburger Versorgungsgebietes direkt von den Heizkraftwerken in die Haushalte läuft, ist bei der Fernwärmeschiene ein zweites Leitungsnetz zwischengeschaltet. Über Wärmetauscher wird die Wärme aus dem 39 Kilometer langen Leitungsnetz in das Netz der Privathaushalte eingespeist. Mit bis zu 110 Grad kann das Wasser in diesen Versorgungsgebieten in die Hausstationen kommen. Beobachtet, geregelt und gesteuert wird die Fernwärmeschiene Niederrhein von der Leitwarte der Fernwärmeversorgung Niederrhein in Dinslaken.