Verschuldung steigt weiter

Duisburg verteidigt seinen Spitzenplatz im Schuldneratlas von Credit-reform. Laut der am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Wirtschaftsauskunftei konnten im vergangenen Jahr 15,86 Prozent der Duisburger (in 2013: 15,36 %) ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen und verfügen auch über keine Alternativen zur Deckung ihres Lebensunterhalts. Mit Dortmund (14,26 Prozent) und Essen (13,15 %) folgen zwei Ruhrgebietsstädte auf Platz 2 und 3 der Städte über 400 000 Einwohner mit den höchsten Schuldnerquoten.

Die meisten überschuldeten Duisburger leben in Ruhrort (26,67 %), die wenigsten in Baerl (5,67 %). Hauptgründe für die Misere bleiben Creditreform zufolge Arbeitslosigkeit (22 %), Scheidung/Trennung (13 %) und unwirtschaftliche Haushaltsführung (12 Prozent).

Nicht nur in Duisburg, sondern im Ruhrgebiet insgesamt (Quote: 13,49 %) habe sich die Situation weiter verschlechtert, so die Autoren der Studie. Ein Anstieg um 11 500 überschuldete Privatpersonen bedeutet einen Anstieg um 0,35 Prozent. Als Ursachen nennt die Erhebung neben dem im Bundesvergleich geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit die Zunahme der prekären Arbeitsverhältnisse: „Die hieraus resultierenden Einkünfte reichen in der Regel nicht, um sich aus der Überschuldung zu befreien.“