Verschiedene Vorstellungen von Melodie

Foto: WAZ FotoPool

Eine ungewöhnliche Begegnung von zwei asiatischen und zwei deutschen Ausnahmemusikern ereignet sich am Samstagabend im Grammatikoff am Dellplatz. Dafür sorgt das Projekt „What is this melody?“, in dem die Chinesin Xu Fengxia, Hein Tint aus Myanmar sowie Jan Klare und Tim Isfort zueinander finden. Präsentiert wird das Konzert vom NRW- Kultursekretariat.

Hein Tint ist Meister des nur in Myanmar existierenden Pat Waing. Dieser diatonische Trommelkreis besteht aus 21 Instrumenten. Die außergewöhnliche Xu Fengxia gilt als Spezialistin mehrerer chinesischer Saiteninstrumente und weiß mit ihrer variationsreichen Stimme zu experimentieren. Dazu gesellen sich morgen Abend der Saxofonist und Komponist Jan Klare sowie der Bassist und Kurator Tim Isfort. Beide engagieren sich seit Jahren erfolgreich in Myanmar, wo sie mit traditionellen Musikern einen intensiven Austausch pflegen. Seit 2010 bereist Isfort im Auftrag des Goethe-Instituts oder des Auswärtigen Amts das südostasiatischen Land. In seiner Zeit als Leiter des „Traumzeit“-Festivals ermöglichte er Künstlern aus Myanmar Auftritte vor einem größeren Publikum.

Am Samstag nun loten die drei Musiker und die Musikerin im Projekt „What is this melody?“ gemeinsam aus, wie sich die Vorstellungen von Melodie im asiatischen und europäischen Kulturraum unterscheiden, und arbeiten an Klangbildern, die die Eigenheiten der Kulturen respektieren.