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Leichenfund

Vermisster 13-jähriger Junge in Duisburg tot aufgefunden

08.06.2013 | 17:51 Uhr
Vermisster 13-jähriger Junge in Duisburg tot aufgefunden
Die Leiche des 13-jährigen Jungen, der vergangene Woche auf Höhe des Rheinparks in Duisburg-Hochfeld von einer Spundwand am Kultushafen in den Rhein gestürzt ist, ist am Samstagmorgen gefunden worden.Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool

Duisburg.  Der 13 Jahre alte Junge, der Ende Mai in Duisburg in den Rhein gestürzt und seit dem vermisst war, ist tot aufgefunden worden. Nachdem ein 74-Jähriger am Samstagmorgen die Polizei alarmiert hatte, ist die Leiche des Kindes aus dem Kultushafen geborgen worden.

Die Leiche des 13-jährigen Junge aus Duisburg, der Ende Mai in den Rhein gestürzt und seit dem vermisst war, ist am Samstagmorgen gegen 6 Uhr aus dem Hafenbecken des Kultushafens geborgen worden. Das teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Duisburg am Samstag mit. Ein 74-jähriger Duisburger hatte das leblose Kind im Wasser entdeckt die Polizei alarmiert.

Der Junge war vor knapp zwei Wochen in Höhe des Rheinparks ins Wasser gestürzt und tagelang mit einem Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei gesucht worden. Die Kriminalpolizei hatte noch am Unglückstag die Ermittlungen aufgenommen. In mehreren Vernehmungen hatte ein 16-Jähriger schließlich eingeräumt, den 13-Jährigen aus Übermut ins Wasser gestoßen zu haben.

Staatsanwaltschaft prüft strafrechtliches Vorgehen

Die Jungen waren am 28. Mai zu dritt an den Uferrand gegangen und hatten sich gegenseitig animiert, ins Wasser zu springen. Sogar Kleidungsstücke hatten sie bereits ausgezogen. Schließlich schubste ein 16-Jähriger den Jüngeren , der ins Wasser stürzte. Der Junge konnte offenbar nicht schwimmen.

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Eine Mutprobe unter Teenagern ist wohl der Grund des tragischen Unglücks am Rheinufer in Duisburg-Hochfeld. Der 16-Jährige hat seinen jüngeren Freund wohl aus Übermut in den Rhein geschubst, gab er jetzt bei der Polizei zu. Der vermisste 13-Jährige wurde bis Montagnachmittag nicht gefunden.

Zwei Zeugen des Vorfalls (52 und 25 Jahre) waren noch ins Wasser gesprungen, um das Kind zu retten, doch der Junge ging im trüben Wasser unter. Weil sie Angst vor Strafe hatten, tischten die Jugendlichen der Polizei zunächst eine andere Version des Geschehens auf, verstrickten sich dabei aber in Widersprüche.

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob und in wie fern der 16-Jährige strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden kann. Der Leichnam des Kindes ist jetzt rechtsmedizinisch untersucht worden. Es ergaben sich keine Hinweise auf äußerliche Gewalteinwirkungen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist der Junge ertrunken. 



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