Vermieter des Duisburger Problemhauses setzt Roma vor die Tür
15.11.2012 | 10:55 Uhr 2012-11-15T10:55:00+0100
Duisburg. Nach der Großrazzia der Polizei, die am Dienstag im Bergheimer "Problemhaus" die Personalien von 256 Bewohnern aufnahm, will der Vermieter den Mietern aus Rumänien und Bulgarien kündigen. „Lieber auf Mieteinnahmen verzichten als weiter Ärger am Hals haben“, sagte Eigentümer Branko Baresic.
In die Nachbarschaft des Bergheimer „Problemhauses“ In den Peschen könnte zum Jahresende Ruhe einkehren. Eigentümer Branko Baresic kündigte am Tag nach der Großrazzia auf Nachfrage der Redaktion an, er habe die Hausverwaltung angewiesen, das Haus schrittweise leerzuziehen, erste Kündigungen seien bereits unterwegs. Baresic: „Lieber verzichte ich auf die Mieteinnahmen, als dass ich weiter diesen Ärger am Hals habe.“
Zwischen den Mietern, hauptsächlich Roma aus Bulgarien und Rumänien, und den Nachbarn hatte es oft Konflikte gegeben. Vor allem das Müllaufkommen rund um die überbelegten Wohnungen - die Polizei gab nach einer großen Durchsuchung am Montag an, in den 22 Wohnungen 256 Personen vorgefunden zu haben - hatte für Unmut gesorgt. Bezüglich der Überbelegung wäscht Baresic seine Hände allerdings in Unschuld: Er selber, sagt er, sei von den Leuten, die offiziell als Mieter auftreten, hinters Licht geführt worden: „Da bewerben sich zwei Leute als seriös wirkendes Paar um eine Wohnung, und ein paar Tage später kommen zehn hinterher.“
Bei der Großrazzia gegen Einbrecher im Ruhrgebiet haben Polizei und Ordnungsamt am Dienstagmorgen auch das überwiegend von Rumänen bewohnte „Problemhaus“ in Bergheim durchsucht. Auf das Konto einiger Bewohner sollen hunderte Straftaten in ganz NRW gehen. Die Einsatzkräfte zählten 110 Kinder.
Gespräche mit der Stadt
Gespräche zwischen Baresic, der auch diverse Immobilien im Duisburger Rotlichtviertel rund um die Vulkanstraße besitzt, und der Duisburger Stadtverwaltung waren auf Initiative des Rheinhauser Sozialarbeiters Rolf Karling vom Verein „Bürger für Bürger“ zustande gekommen. Karlings Verein betreibt an einer von Baresics „Gewerbeimmobilien“ einen Container, in dem Prostituierten medizinische Versorgung angeboten wird. Im Rahmen dieser Gespräche hatte Baresic angekündigt, das Haus zu entmieten.
Kenner der Materie beurteilen Baresics Ankündigung skeptisch. Der Rheinhauser Pfarrer Heiner Augustin etwa, der den „runden Tisch offenes Rheinhausen“ leitet, gibt zu bedenken, dass die Menschen, die zur Zeit noch im Hochhaus wohnen, Duisburg auch nach einer Kündigung nicht verlassen werden. „Damit kehrt möglicherweise rund um das Haus In den Peschen etwas Ruhe ein, gelöst sind die Konflikte damit aber keinesfalls.“ Die Menschen in dem Roma-Haus würden nicht spurlos verschwinden, in andere Wohnungen in der Umgebung ziehen. „Man findet sie dann möglicherweise dort, wo die Nachbarn nicht so laut schreien wie in Bergheim.“
Der Stadt bleibt, so Augustin, das Problem erhalten, die Integration von Menschen aus Südosteuropa eine große Aufgabe. „Es wird ein weiterer Schub kommen, wenn es für die Menschen ab 2014 Arbeitsgenehmigungen gibt. Zudem wartet Serbien auf die Aufnahme in die Europäische Union.“
14:23
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13:59
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Ich finde, überraschenderweise, doch.
13:55
Keiner hält den Pfarrer davon ab, Roma Flüchtlinge bei sich Aufzunehmen. Ich Denke mir, das dies ein Beitrag zur Integration wäre. Es gibt so viele Pfarrer in Deutschland und auch in Duisburg. 1-2 Familien pro Pfarrhaus sind doch wohl drin. Wo ist das Problem?
Es hält Sie auch niemand davon ab, den Text richtig zu lesen.
Keine Ahnung, wo das Problem liegt !
13:35
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Wieso im Regierungsviertel? Nein, direkt in den bevorzugten Wohngegenden der Volksvertreter. Berlin Mitte, Dahlem, Charlottenburg, usw.... Die Leute arbeiten nicht "In den Peschen", sondern wohnen dort, schlafen dort, haben ihr Hab und Gut dort, empfangen dort privaten Besuch usw. usf.... das ist schon ein großer Unterschied.
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13:28
Wir sind doch eh gerade im Thema, dann soll die Annington doch die Mieter nehmen. Die werden sich bestimt nicht über defekte Aufzüge beschweren.
Oder Schimmel, Kalt Wasser oder oder oder
13:25
astor97 | #1. welche Rechte und Gesetze werden denn hier nicht beachtet. Da steht das der Vermieter seinen Mietern kündigt. Und wenn diese meinen das ihre Kündigung nicht richtig ist, können sie widersprechen, und der Vermieter muss eine Räumungsklage einreichen.
Ich sehe nirgendwo im Artikel einen Hinweis das das nicht so gemacht wird.
13:21
Robert_Meier | #11, man darf in EU Ländern 3 Monate leben um sich eine Arbeit oder selbstständige Tätigkeit zu suchen.
Und wer länger als drei Monate von Sozialleistungen lebt darf wieder ausgewiesen werden.
Es gibt für keinen EU Bürger das Recht in einem anderen EU Land sein leben lang von Sozialleistungen zu leben.
12:37
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Immerhin reichen 2 Sekunden des Nachdenkens, um zu dieser auf der Hand liegenden Erkenntnis zu kommen. Schade, daß Sie damit überfordert zu sein scheinen!
Hat Pfarrer Augustin sich sonst inhaltlich zu dem Vorgang geäußert oder das Vorgehen des Vermieters und der Stadt kritisiert ?
Ich bin überzeugt davon, dass Pfarrer Heiner Augustin mehr drauf hat, als seine Schäfchen nur zu mahnen, zu warnen, den Zeigefinger zu erheben, ohne mit gutem Beispiel voranzugehen. Deshalb bin ich sicher, dass er einen Teil unserer südosteuropäischen Landsleute auch in seiner unmittelbaren Nachbarschaft willkommen heissen und ihnen somit einen Teil ihrer Last von den Schultern wird, für ein menschliches und respektvolles Miteinander. Amen.
Toll, wie Sie dem Pfarrer diese Haltung zu dem Problem unterschieben. Sonst müssten Sie mit sich selbst reden, so haben sie immerhin einen, wenn auch fiktiven, Gegenpart
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12:33
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Dem ist nichts weiter hinzuzufügen!!!!!!
Daumen hoch für diesen Beitrag. Finde ich sehr gut.
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Sehr einfach ausgedrückt!
Aber leider sehr wahr!
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100 Prozent Zustimmung!!!
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12:24
Nun sind Sinti und Roma durch das neue Gesetz endlich der Dänischen Minderheit in Deutschland gleichgesetzt und dann so was... ich, als selbstbewusster Demokrat, mir meiner Macht als Wähler vollkommen bewusst, bin "empört" aber gleichzeitig auch "besorgt"... ich hoffe nur, dass ich bei der nächsten Wahl das richtige Kästchen auf dem Wahlzettel erwische!
Bravo, besser hätte ich es auch nicht kommentieren können.
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Welches Gesetz?
http://www.dradio.de/aktuell/1922056/
Sinti und Roma sind NICHT in Deutschland der dänischen Minderheit gleichgesetzt, sondern nur in Schleswig-Holstein. Gehen sie dort auch wählen ?
Soweit ich weiß liegt Schleswig-Holstein in Deutschland, und wenn etwas in Schleswig-Holstein zum Gesetz wird, dann kann es theoretisch in JEDEM anderen Bundesland Gesetz werden mit dem zusätzlichen Hinweis bzw. Argument "In Schleswig-Holstein ist es schon....." oder gibt es eine besondere Beziehung zwischen Schleswig und Sinti? So werden nunmal Fakten geschaffen, während Sie im Dämmerzustand sind und denken, dass es in 50 Jahren immer noch NUR in Schleswig-Holstein so sein wird......... Aber was will ich ihnen schon erzählen, ihnen als top-informierten Demokraten kann doch Niemand was erzählen, und wenn ihnen mal so richtig die Hutschnur platzt, dann strafen sie als selbstbewusster Demokrat die Politiker eben bei der Wahl ab, gelle?