Vermehrt Schädlinge durch höhere Temperaturen

Zu viele milde Winter spiegeln sich in einem anderen Bereich der Stadtkasse jedoch auch negativ wider: Die höheren Temperaturen lassen die Insektenpopulationen anwachsen.

So musste die Stadt nach milden Wintern vermehrt gegen den Eichenprozessionsspinner vorgehen. Ein einzelner milder Winter verheiße allerdings noch keine Plage im nächsten Jahr, weiß Volker Heimann vom Amt für Umwelt und Grün: „Das ist nicht von einem Winter abhängig, sondern ein Problem, das wegen der Gesamtklimaänderung auftritt.“

Offenbar sind die Zusammenhänge weitaus komplexer, denn im vergangenen Frühjahr und Sommer hatte die Stadt trotz des milden Winters weniger mit der Raupe zu tun. „Auch dieses Jahr werden wir die Aktionen gegen diese Insekten wieder reduzieren können“, mutmaßt er. Die Vermehrung der Insektenbestände und Schädlinge verlaufe in Kurven – irgendwann sei die Populationsgrenze erreicht.

Die Haushaltsbelastungen, die bei der Stadt durch den milden Winter gesenkt werden, könnten allerdings schon bald wieder in die Höhe schnellen. „Zunehmende Extremwetterereignisse wie ,Ela’ könnten in Zukunft finanziell bedeutender werden“, prognostiziert Stadtsprecher Falko Firlus. Außerdem ist der Winter noch nicht vorbei, ein schwerer Kälteeinbruch könnte die bisher eher positive Bilanz der Stadt ebenfalls noch zunichte machen.