Verein beklagt Ausgrenzung

Foto: Tanja Pickartz / far

Der Kulturverein Aorta beklagt mangelnde Transparenz bei der Vergabe von Mitteln für die freie Kulturszene und eine „Ausgrenzung“ bei der Förderung. In einem offenen Brief an Oberbürgermeister Sören Link nennt es der Vorsitzende Herbert Schero skandalös, „dass alle von Aorta zu den Akzenten eingereichten Projektvorschläge seit 2007, also seit sieben Jahren, abgelehnt wurden“. Auch das zu den Akzenten mit dem Thema „Heimat“ vorgeschlagene Projekt „Heimat deine Sterne“ sei abgelehnt worden mit der Begründung, dass die Vielzahl der eingereichten Projekte eine Auswahl nötig mache, die Qualität der abgelehnten aber nicht in Frage stelle.

Freie Szene beteiligt sich lebhaft

„Angesichts der internationalen Qualität der Aorta-Projekte und deren jahrelanger Ablehnung durch die Duisburg Marketing stellt deren Entscheidung ein Akt der fortwährenden Zensur dar“, fährt Schero schweres Geschütz auf. Sie sei „ein Schlag ins Gesicht“ der Vereinsmitglieder. Gefördert würden nur noch „möglichst kostengünstige Projekte mit fragwürdiger Qualität“.

In dem Brief an Link fordert Schero, die DMG solle ihre Entscheidung revidieren. Die Künstler der freien Szene sollten selbst entscheiden, mit welchen Beiträgen sie sich an den Akzenten beteiligen.

„Angesichts finanziell begrenzter Mittel und der Tatsache, dass wir zu den Akzenten diesmal mit guten Projekten regelrecht zugeschüttet worden sind, musste wir zwei von drei Anträgen ablehnen“, sagt Kulturdezernent Thomas Krützberg, der bereits Anfang Dezember mit Scheros Vorwürfen konfrontiert worden war. „Das hat nichts mit ihm als Künstler oder Mensch zu tun.“

Festivalbüro-Chef Frank Jebavy sagt, es habe diesmal über 50 Projektvorschläge aus der freien Szene für die „Heimat“-Akzente gegeben. Das seien doppelt so viel wie im Vorjahr. Der Gesamtetat der Akzente liegt 2015 bei knapp 220 000 Euro, knapp 70 000 Euro fließen in Projekte der freien Szene.