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Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht

03.02.2012 | 19:03 Uhr
Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht
Wilhelm Bommann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes. Foto: Volker Herold / WAZ FotoPool

Duisburg.  Verkaufsoffene Sonntage sind fast durchweg mit traditionsreichen Veranstaltungen und Stadtteil- oder City-Festen verbunden, hinter denen auch viel ehrenamtliches Engagement steckt, sagt der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, Wilhelm Bommann.

Was würden Sie sagen, wenn Duisburgs Rat auch keine verkaufsoffenen Sonntage zulassen würde wie es jetzt Bochum beschloss?

Wilhelm Bommann: Ich gehe davon aus, dass der Rat so einen Beschluss wie in Bochum nicht fassen würde. Das wäre ein Schlag ins Gesicht von 22 Werbegemeinschaften. Und man müsste das der einen Million Menschen erklären, die zu den Festen und verkaufsoffenen Sonntagen kommen. Wir liegen mit unseren Antrag von 18 Sonntagen in diesem Jahr im gesetzlichen Rahmen.

Warum sind die verkaufsoffenen Sonntag für Sie so wichtig?

Bommann: Die verkaufsoffenen Tage sind fast durchweg mit traditionsreichen Veranstaltungen und Stadtteil- oder City-Festen verbunden, hinter denen auch viel ehrenamtliches Engagement steckt. Sie bedeuten auch Identifikation mit den Stadtteilen und sind in erster Linie Imageveranstaltungen. Da ist der Umsatz am Sonntag eher zweitrangig. Wichtig sind vielmehr die Folgeumsätze.

Aber was ist mit den freien Sonntag, den Kirchen und Gewerkschaften fordern?

Bommann: Die verkaufsoffenen Sonntage liegen alle extra jenseits der Gotttesdienstzeiten. Die beginnen um 10 oder 11 Uhr, die verkaufsoffenen Sonntage erst um 13 Uhr. Man kann also auch beides miteinander verbinden. In den mitbestimmten Häusern müssen auch die Betriebsräte zustimmen. Und überall sind die Dienste freiwillig. Dafür heben viele Mitarbeiter die Finger. Weil die Geschäfte voll sind und es oft auch Sondervergütungen gibt.

Oliver Schmeer

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Kommentare
05.02.2012
12:56
Sinn??
von Sweettween | #6

Kein Verkaufsoffener Sonntag kann nicht der richtige weg sein.
Der richtige weg müsste viel mehr sein, das Ladenschlussgesetz vollständig zu beseitigen und dem Einzelhandel damit die möglichkeit für selbst bestimmte Öffnungszeiten zu geben und wenn die Läden 24h/7T die woche geöffnet haben wollen sollen sie doch!

So ein mumpitz

04.02.2012
19:40
Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht
von gbnhufdc | #5

Alles nicht so schlimm, ich fahre nach Essen um Sonntags ein zu kaufen.

04.02.2012
16:54
Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht
von Rubicone | #4

Bravo Bochum.
Ich sehe soetwas auch als Rückbesinnung auf traditionelle Kulturwerte.

04.02.2012
16:50
Glückwunsch..
von CptPicard | #3

..., ich hätte nicht gedacht, dass der Rat der Stadt Bochum auch solch sinnvolle und absoulut begrüßenswerte Beschlüsse fassen kann!

Evtl. sieht man dann an Sonntagen auch mal wieder mehr Kinder mit ihren Eltern auf den Spielplätzen,in den Parks etc.

Ich freue mich!!

Liebe Grüße
CptPicard

04.02.2012
14:23
Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht
von Bodesein | #2

Der verkaufsoffene Sonntag gehört generell abgeschafft.Als gäbs wochentags nicht schon genug Streß und Gerummel, werden auch Sonntags noch Massen in die Innestädte gelockt und je größer der Massenauflauf, desto toller war der Erfolg. Streß, Verkehrsaufkommen, Lärm, Belästigungen der Anwohner, Störung der Sonntagsruhe taucht in keinem Bericht auf. Nur, daß der Einzelhandel mit dem "Umsatz zufrieden war", ist wichtig.
Wer was kaufen will, findet sicherlich auch einen anderen Tag, gerade wo viele Geschäfte bis 22.00 Uhr und länger geöffnet haben.
Es wäre schön, wenn Bochum eine Gegenentwicklung zum Trend zu immer mehr verkaufsoffenen Sonntagen eingeläutet hätte. Und ich vermute, kein Geschäft wird wegen der Streichung der verkaufsoffenen Sonntage Pleite gehen. Oder andersrum: Wenn ein Laden nur mit Hilfe des verkaufsoffen Sonntags bestehen kann, sollte es besser schließen !

1 Antwort
Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht
von Volksentscheid | #2-1

100 % Zustimmung.

03.02.2012
22:59
Verbot wäre ein Schlag ins Gesicht
von dongiovanni | #1

Ich fand derzeitig die Bochumer Entscheidung bezüglich der Loveparade, diese aus Sicherheitsgründen abzusagen, ausgesprochen realistisch und lobenswert. Genau so lobenswert finde ich die unpopuläre Entscheidung auf die verkaufsoffenen Sonntage
zu verzichten. In Bochum wird scheinbar eine Politik mit dem Kopf gemacht, in Duisburg regiert die leere Geldbörse.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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