Vandalen richten an Duisburgs Bahnhöfen großen Schaden an
17.01.2013 | 18:39 Uhr 2013-01-17T18:39:00+0100
Duisburg. Die Anzahl an Sachbeschädigungen an Duisburgs Bahnhöfen gehen zwar zurück, dafür wird das Ausmaß der Zerstörung immer größer. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden steigen, auch bei der Stadtbahn.
Die Zerstörungswut an Duisburgs Bahnhöfen ist weiterhin auf hohem Niveau. Zwar ging die Anzahl der Straftaten fast um die Hälfte zurück. Doch bei der Deutschen Bahn, die in den nächsten Jahren 120 Millionen Euro in die Erneuerung des Hauptbahnhofes investieren will, sieht man die Rhein-Ruhr-Metropole trotzdem als einen der schlimmsten Vandalismus-Brennpunkte an.
Zerstörte Fahrstühle kosten viel
Bundesweit richten Vandalen mutwillig beträchtlichen Schaden an. Zuletzt musste die Deutsche Bahn deswegen jährlich 50 Millionen Euro für Reparaturen aufwenden. Allein in NRW entstehen durch die Zerstörungen an den DB-Anlagen jährlich Kosten von bis zu 2,3 Millionen Euro. Ein Großteil der notwendig gewordenen Ausgaben entsteht offensichtlich in Duisburg. In Meiderich wurden im vergangenen Jahr 15.000 Euro für die Instandsetzung des Aufzugs aufgewendet. Danach wurde er ein weiteres Mal demoliert. Der Schaden an dem kaputten Fahrstuhl in Buchholz wurde zuerst mit 300.000 Euro beziffert. Inzwischen rechnet die Bahn von einem noch größeren Zerstörungsausmaß.
Die Sorgen von Datenschützern müssen vor Sicherheitsbedenken zurückstecken. Weiterer Schaden muss unbedingt vermieden werden. Kameras müssen her, um Vandalen dingfest zu machen.
Viel zu häufig sind die abgelegeneren Einrichtungen der Deutschen Bahn wie in Buchholz und Meiderich das Ziel stumpfer Zerstörungswut. Sie nimmt vielen Menschen ein Stück Freiheit. Die Vandalen, die sich mit Wut und Wucht an öffentlichem Eigentum abreagieren, werden nicht nachfühlen können, wenn etwa gehbehinderte Menschen mit der Bahn nicht mehr so leicht ihren Stadtteil verlassen können, weil der Aufzug zerstört ist.
Ihr unsoziales Handeln muss schmerzhaftere Folgen für die Vandalen haben. Da hilft keine Aufklärungskampagne, sondern nur das Begleichen der Rechnung für die Instandsetzungsarbeiten.
Doch Zeugen gibt es leider viel zu selten. Auch weil Vandalen nachts wüten, oft ungesehen im Schutze der Dunkelheit. Kameras würden wenigstens Anhaltspunkte auf die Straftäter liefern. Jedes Delikt verhindern können auch Kameras nicht. Im besten Fall helfen sie wenigstens bei der Überführung der Täter oder schrecken ab. Jeder Schaden weniger wäre ein Gewinn für uns alle – oder eben ein kleinerer Verlust für öffentliche Kassen. Stefan Rebein
Geht man allein von diesen Reparaturkosten aus, sind dies nahezu 14 Prozent der durchschnittlich anfallenden Reparaturkosten in ganz Nordrhein-Westfalen. Und das längst noch nicht alles. Im vergangenen Jahr gab es noch weitere etliche Beschädigungen an den DB-Anlagen. Die Bundespolizei Düsseldorf, die für Duisburg zuständig ist, hat allein im vergangenen Jahr mehr als 100 reine durch Vandalismus angerichtete Sachschäden registriert. Neben 30 Beschädigungen an den Bahneinrichtungen verunstalteten in 50 Fällen Graffiti die DB-Anlagen. Fahrkartenautomaten waren im vergangenen Jahr 20 Mal das Ziel von Zerstörungswut.
Aufklärungsquote ist gering
Immerhin: Im Vergleich zu 2011 haben sich die gemeldeten Vandalismus-Vorfälle fast halbiert. Von 187 auf rund 100. Ein deutlicher Rückgang. Aber: „Jeden dritten oder vierten Tag eine Sachbeschädigung – das ist schon eine Hausnummer“, sagt Armin Roggon von der Bundespolizei. Verunstaltende Graffiti wurden weniger (2011 noch 70). Dafür waren vergangenes Jahr Automaten seltener zerstört (zwölf Mal).
Zwar laufen gegen einige Täter Verfahren, aber häufig können die Täter nicht ermittelt werden. Nur etwa jede zehnte Straftat (9 Prozent) wird den Angaben der Bundespolizei nach aufgeklärt.
Wegen des in Duisburg manchmal exorbitanten Schadensausmaßes will die Bahn in Buchholz und Meiderich die Aufzüge mit Kameras überwachen. Im Duisburger Hauptbahnhof könnten die Fäden dafür zusammenlaufen. Dort kontrolliert bereits ein Beamter die Geschehnisse rund um und in dem Hauptbahnhof.
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09:59
@ #23
In der Tat ist das Verhalten *******, genauso wie es ******* ist den Hund irgendwo hinsch****en zu lassen, genauo wie ******* ist in Nichtraucherbereichen zu rauchen.
Bzgl. des Vandalismus gibt es mehrere Ursachen. An erster Stelle sehe ich hier die mangelnden Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Wo können jugendliche Fußballspielen auf einem Platz ohne Mitgliedschaft in einem Verein und ohne dass sich Nachbarn aufregen? Damit wäre auch das zweite Problem klar. Freizeitgestaltung kostet Geld wodran es jugendlichen ohnehin mangelt. Dazu kommt noch das Problem, dass Eltern den Kindern zu wenig Werte vermitteln.
16:30
Der Artikel enthält einen Fehler. "Rhein-Ruhr-Metropole". Duisburg ist alles, aber Duisburg ist keine Metropole. Jetzt zum Ernst der Sache. Als Jugendlicher habe ich nie etwas demoliert, und mir waren die Asozialen, die u.a. Telefonzellen zerstörten immer schon ein Dorn im Auge. Es hilft nur noch "Null Toleranz". Ob in Duisburg, Köln, Berlin, Hamburg, hier muss hart durchgegriffen werden. Vandalismus soll sich nicht lohnen. Natürlich ist bei Asozialen nichts zu holen. Sie müssen deshalb so lange wie möglich hinter schwedische Gardinen.
17:30
das würde helfen.
Bei Beobachtung über Video SOFORT über Lautsprecher klare Ansage, dass die Täter gesehen und erkannt wurden.
Es dürfte wohl kein Problem sein, auch nachts aktuelle Video- und auch Autiobeobachtung in besetzter Leitstelle durchzuführen. Sogar billiger als die Beseitigung eines einzelnen Schadens und Arbeitsplätze würden auch erhalten.
klar ist das möglich und auch billiger, aber dank unserer täterfreundlichen Gesetzgebung verboten.
16:42
Wie kommen Sie ausgerechnet auf Vandalen? Es können genauso gut Kimbern oder Teutonen gewesen sein! Noch schlimmer sind die Hunnen!
16:33
empfehlen, diesen Artikel komplett durchzulesen:
http://www.pm-magazin.de/a/die-neuen-vandalen-wenn-terror-zum-alltag-wird
Man fragt sich doch, warum es nicht möglich sein sollte, Vandalen, die man erwischt hat, zur kompletten Rückzahlung des Schadens, den sie angerichtet haben zu verurteilen meinetwegen + 50 Prozent + Ermittlung- und Gerichtskosten. Wenn sie keine Arbeit haben, verordnet man ihnen halt eine. Dann können sie den Betrag abstottern. Wenns sein muss auf 20 Jahre verteilt.
"Wenn sie keine Arbeit haben, verordnet man ihnen halt eine."
Da frage ich mich ja schon, warum wir Millionen von Arbeitslosen haben wenn es doch eine so einfache Lösung gibt?
Ihre Antwort ist einfach böswilliger theoretischer Quatsch. Anstatt sich als VerbalVandale zu profilieren, sollten Sie mit nach Möglichkeiten suchen, diese Zerstörungen einzudämmen. Da ist jede Idee willkommen. Auf eine Machbarkeit kann man sie immer noch überprüfen. Das ist ein schlechtes Thema für Wortgefechte. Das werden Sie spätestens merken, wenn man (was ich nicht wünsche) bei Ihrem Auto die Scheiben eingeschlagen oder es angezündet hat.
Nein, theoretischer Quatsch ist es, so zu tun als wenn man Arbeit einfach verordnen könnte; als wenn es solche einfachen Lösungen für komplexe Probleme gibt. Das ist Aktionismus, der ist nicht zielführend.
Ohnehin ist schon Ihre Prämisse falsch - die Gleichung schwere Strafe ergibt weniger Straftaten geht nicht auf.
14:17
Wir alle wissen, welcher Menschenstamm am Meidericher Bahnhof abhängt.
Und wir alle können lesen, welcher Menschenstamm (was auch immer das sein mag) vornehmlich hier im Kommentarbereich abhängt.
Beides ist richtig.
13:36
Der im Kommentar gehegte Wunsch, dass die Täter den angerichteten Schaden begleichen sollen, wird Wunschdenken bleiben. Zum einen haben die meistens jugendlichen Täter nicht das nötige Geld, zum anderen müssen sie, wie im Bericht angemerkt, zunächst einmal erwischt werden.
Eine permanente Videoüberwachung wäre angebracht, wenn auch kein Allheilmittel.
Außerdem wäre eine zügige Strafverfolgung hilfreich. Wenn man einmal die Täter erwischt hat, finde ich, dass die Bestrafung auf dem Fuß folgen muss und nicht erst nach einem halben Jahr oder noch längerem Zeitraum. Die Sanktionen sollten schon deutlich spürbar sein, denn mit ein paar sozialen Stunden und einem: „du, du, mach das nie wieder“, ist es nicht getan.
13:29
Die Bahn hat bundesweit 50 Mio. EUR für Reparaturen aufgewendet, in NRW 2,3 Mio. EUR. Das wären dann 4,6%, obwohl die Bevölkerung NRWs knapp 22% der Bevölkerung der BRD ausmacht.
Also entweder wird in NRW nicht viel zerstört oder hier repariert die Bahn einfach viel weniger als anderswo. Ich tippe eher auf letzteres.
13:24
Die Beamten können nur mit dem Zug zur nächsten Station fahren und dort Streife gehen.Gerade wegen des sehr übersichtlichen Fahrplanes der DB im Nachtdienst schränkt das die Fahndungs- und Streifentätigkeit etwas ein. Die sonst üblichen Dienstwagen der Bundespolizei wurden nämlich zur Verteidigung des Heimatlandes am Hindukusch in Spähpanzer umgetauscht. Und die Dienststärken der Landespolizei wurden aus Kostengründen gesenkt. Jetzt gibt es im Innenministerium mehrere fachlich versierte und hochkarätig besetzte Projektgruppen, die sich mit der Problematik befassen, aber immer noch keine Antwort auf die Frage "wo sind die Ressourcen geblieben?" gefunden haben.
13:03
Am besten gleich den ganzen Talacken einen Chip unter die Haut pflanzen, dann weiß man immer, wo sie sich herumtreiben. Und wenn sie dannw as kaputt machen, Rübe runter - aber vorher noch schön quälen.
Nein, im ernst: mir wird ganz schlecht, wenn ich hier die meisten Kommentare lesen. z.B. von EdVanGhoul #8-1. Gehen Sie doch besser nach Afghanistan oder auch nach Mali. Dort gibt es Gesetzgebungen nach Ihrem Geschmack.
Es dürfen sich auch gerne noch weitere Kommentatoren angesprochen fühlen.
Ich schließe aus Ihrem Kommentar, dass Sie kein Nutzer des ÖPNV sind und daher noch nicht in einem vollgep...... Aufzug ein Gleis erreichen mußten, noch nie in der zugigen Kälte eines zerstörten Wartehäuschens auf die Bahn warten mußten und sich über die kreative Vielfalt einiger selbsternannter Graffittikünstler geärgert haben die den Fahrplan mit schlauen Tags unlesbar gemacht haben.
Vielleicht sollten Sie sich einmal in die Niederungen der Menschen begeben, die von diesen Randalierern darin behindert werden öffentlich von A nach B oder zur Arbeit zu fahren um von ihrem Lohn einen großen Teil dieser Randalierer über Sozialabgaben zu alimentieren. Ich gebe Ihnen zwei Wochen an den richtigen Haltepunkten und sie werden sich nach den Gesetzen von Mali sehnen.
"Ich schließe aus Ihrem Kommentar, dass Sie kein Nutzer des ÖPNV sind und daher noch nicht in einem vollgep...... Aufzug ein Gleis erreichen mußten"
Ihr Irrtum Nr. 1
" Ich gebe Ihnen zwei Wochen an den richtigen Haltepunkten und sie werden sich nach den Gesetzen von Mali sehnen."
Ihr Irrtum Nr. 2
Ich habe wesentlich mehr Angst vor Leuten, die wie Sie argumentieren, als vor den idiotischen Dumpfbacken, die für die Zerstörungen verantwortlich sind.
tja, ruhry - ich fahre täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Büro und teile trotzdem weder Ihren noch den Standpunkt der meisten anderen Kommentatoren hier, geschweige denn daß ich mich nach den Gesetzen Malis sehne.
Und den Niederungen der Menschen fühle ich mich hier im Kommentarbereich oft viel näher als in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Entschuldigung, aber ich konnte nicht ahnen dass Sie sich in zerstörten, beschmierten und verdreckten Bahnhöfen wohlfühlen. Ich vermisse allerdings ihre Alternativvorschläge wie man mit Zerstörern öffentlichen Eigentums umgehen sollte.
Selbstfindungskurs in der Karibik? Agressionsbewältigung in einem Boxclub?
Schönes Leben noch ;-)