Das aktuelle Wetter Duisburg 11°C
Stadtentwicklung

„Unterschätzen Sie Hochfeld nicht“

19.02.2013 | 11:00 Uhr
„Unterschätzen Sie Hochfeld nicht“
Im Gespräch über Hochfeld: Heinz Maschke Geschäftsführer)n der Entwicklungsgesellschaft Duisburg - EG DUFoto: Lars Froehlich

Duisburg. Vor einigen Jahren hing vor der Pauluskirche ein Banner. „Hochfeld muss schöner werden“ stand darauf. Dass es tatsächlich wohnlicher wird, dafür haben in den vergangenen Jahren dutzende Millionen gesorgt.

Rund 50 Millionen, um genau zu sein, wurden investiert. Der Stadtteil war Teil des Programms „Soziale Stadt“ und hat auch vom Konjunkturpaket II profitiert. Für die Umsetzung zeichnet die Entwicklungsgesellschaft Duisburg (EG DU) verantwortlich. Im Gespräch erklären Georg Fobbe, Leiter des Stadtteilbüros Hochfeld, und Heiner Maschke, Leiter der EG DU, wie es im Stadtteil weitergehen soll.

50 Mio. Euro sind eine Menge Geld. Wo ist das Geld geblieben?

Maschke: Es gab so viele Projekte. Einen großen Teil, nämlich 36 Mio. Euro hat der Rheinpark verschlungen . „Duisburg an den Rhein“ ist ein tolles Projekt, der Park wird von den Menschen gut angenommen. Außerdem haben wir Geld investiert, um die Arkaden zu renovieren. In die Alte Feuerwache sind Euro geflossen, wir haben den Brückenplatz und den Pauluskirchplatz erneuert, Spielplätze saniert und neue Grünanlagen geschaffen. Mit Unterstützung des Landes NRW durch das Programm „Soziale Stadt“ haben wir rund 150 Maßnahmen durchgeführt.

Fobbe: Man darf aber auch die viele kleinen Aktivitäten nicht vergessen, die wir gefördert haben. Es gibt viele Vereine und Gruppen, die unterstützt wurden, damit sie einen Beitrag zur Stadtteilentwicklung und Integration leisten können. Bei der Sozialen Stadt geht es ja nicht nur um die Aufwertung des Wohnumfeldes, sondern auch um die soziale Stärkung des Stadtteils.

Die Neugestaltung der Arkaden hat allerdings nicht gerade dazu geführt, dass sich dort mehr Geschäfte angesiedelt haben. Eher im Gegenteil.

Fobbe: Manche Entwicklungen können wir kaum beeinflussen. Als Schlecker Pleite gegangen ist, war natürlich direkt wieder eine riesige Fläche frei. Aber dennoch gibt es in Hochfeld noch vielfältigen Einzelhandel. Die Neugestaltung der Arkaden hat zumindest zu einer Aufwertung des öffentlichen Raum geführt und den Geschäftsleuten einen Impuls für eigenes Handeln gegeben.

Es ist viel Geld nach Hochfeld geflossen. Was hat es gebracht?

Maschke: Städtebaulich hat sich Hochfeld klar verbessert. Unterschätzen Sie Hochfeld und seine Bewohner nicht. Hochfeld ist ein beliebter Stadtteil, eben, weil er nah zur Innenstadt und zum Rhein liegt und dabei eine besondere internationale Ausstrahlung hat.

Fobbe: Hier wohnen viele Studenten. Aber auch Leute, die sich für Altbauwohnungen interessieren, entdecken den Stadtteil.



Kommentare
20.02.2013
08:29
„Unterschätzen Sie den Kleber auf dem Sessel nicht“
von HartaberWahr | #2

Fobbe & Maschke: "Hochfeld hat eine "besondere" internationale Ausstrahlung."

Das kann man wohl laut sagen !!!

Die "Studenten" sind vermutlich bulgarische/rumänische Stipendiaten ???

Und wen meinen die beiden wohl mit "Leuten, die sich für Altbauwohnungen interessieren"?

Doch wohl nicht die einschlägigen (internationalen) Miethaie, die Abrisshäuser an Sinti und Roma vermieten; sicheres Geld, da die Miete von der Stadt kommt.

Einfach nur schade, dass die WAZ solchen Sprechdurchfall städtischer Bediensteter, die ihr eigenes Versagen schönschwätzen, auch noch abdruckt.

Unterschätzen Sie Ihre Leser nicht, liebe WAZ !

19.02.2013
22:27
„Unterschätzen Sie Hochfeld nicht“
von DU-Kersten | #1

Zur Daseinsberechtigung von Entwicklungsgesellschaften gehört es wohl, alles Schönzureden.
Warten wir mal auf 2014 - dann sind 50 Mio ein Fliegenschiss.

Aus dem Ressort
Duisburger DGB gegen Waffen in Kriegsgebiete
Antikriegstag
Der DGB Niederrhein erinnerte zum Antikriegstag im Duisburger Rathaus an die Opfer und das Leid der beiden Weltkriege. Dabei sprach sich die Bezirksvorsitzende Angelika Wagner gegen die geplanten Waffenlieferungen in Kriegsgebite aus: „Waffen sind nicht die richtige Antwort“, sagte sie.
Die Fledermaus jagt an der Duisburger Regattabahn
Tiere
Ein gutes Auge und Geduld muss man haben, um abends die Fledermäuse auf der Jagd zu sehen. Naturschützer der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet bieten Führungen, auch zum Parallelkanal der Duisburger Regattabahn. Gute Dienste leistet dann auch ein Fernglas – und ein Fledermaus-Detektor.
DRK eröffnet Secondhand-Laden in Duisburg-Kasslerfeld
Kleiderladen
Das Deutsche Rote Kreuz hat in Kasslerfeld den ersten Laden mit gebrauchter Kleidung eröffnet. Er ist der erste seiner Art in Duisburg. Schon am ersten Tag kauften Kunden fleißig ein. T-Shirts und Tops gibt es schon ab einem Euro. Bei Erfolg sollen weitere Geschäfte in der Stadt folgen.
Wer wird Duisburger Sportler des Jahres - Stimmen Sie mit ab
Sportlerwahl
Sie entscheiden mit, wer am 21. November bei der Duisburger Sportschau als Sportler des Jahres geehrt wird. Stimmen Sie ab 1. September bei unseren Votings mit ab: Wer wird Sportler des Jahres? Wer Sportlerin? Und wer gewinnt in den Kategorien Trainer und Mannschaft?
66 neue Kollegen als Verstärkung für die Duisburger Polizei
Polizei
Das Duisburger Polizeipräsidium begrüßte am Montag 66 neue Kollegen. Gleichzeitig wechselten sieben Beamte in andere Dienststellen oder in den Ruhestand. Das bedeutet netto ein kräftiges Plus von 59 Kräften. „Das sind mehr als wir erwartet hatten. Wir sind mit der Zuteilung sehr zufrieden“, sagte...
Umfrage
Es stinkt, es ist dreckig und oben am Gleis tropft es kontinuierlich. Nicht nur Reisende nehmen die Bahnhöfe an Rhein und Ruhr als einige der schlechtesten Bahnhöfe Deutschlands wahr. Wie zufrieden oder wie unzufrieden sind Sie mit dem Duisburger Hauptbahnhof?

Es stinkt, es ist dreckig und oben am Gleis tropft es kontinuierlich. Nicht nur Reisende nehmen die Bahnhöfe an Rhein und Ruhr als einige der schlechtesten Bahnhöfe Deutschlands wahr. Wie zufrieden oder wie unzufrieden sind Sie mit dem Duisburger Hauptbahnhof?

 
Fotos und Videos
MSV gegen SGS Essen
Bildgalerie
Frauenfußball