Unternehmer kritisieren neue Verordnung

Die geplante Arbeitsstättenverordnung alarmiert auch die heimischen Betriebe: Der Unternehmerverband fordert jetzt einen Stopp dieser Pläne. „Wenn die Politik in Sachen Bürokratieabbau glaubwürdig bleiben will, dann wirft sie diese Pläne schleunigst wieder in den Papierkorb“, so der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz.

Die Politik habe bislang nicht erkannt, welche Brisanz und welcher bürokratische Aufwand hinter Paragrafen stecken, die harmlos klingende technische Details beschreiben. „Kann die Politik wirklich wollen, dass Arbeitgeber demnächst auch Telearbeitsplätze beim Arbeitnehmer zu Hause überprüfen?“, fragt Schmitz.

Künftig solle nach der neuen Verordnung zudem ein Archiv oder ein Abstellraum, den ein Beschäftigter höchstens zwei oder drei Mal im Jahr betritt, eine Raumtemperatur von mindestens 17 Grad Celsius aufweisen. Damit fühle sich jeder Arbeitgeber zu Recht drangsaliert, mahnt Schmitz.

Jedes freiwillige Engagement für mehr Sicherheit und mehr Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz würde außerdem so schon im Keim erstickt.