Universitäts-Bibliothek frisch entstaubt
21.01.2010 | 12:00 Uhr 2010-01-21T12:00:00+0100Mit einer frisch renovierten Bibliothek startet der Duisburger Campus ins neue Jahr.
Die Zeit, in der sich Studierende durch eine viel zu enge Drehtür quetschen mussten, sich um zu wenige Computer an noch viel kleineren Arbeitsplätzen drängten, gehört der Vergangenheit an. Das neue Lernzentrum im Erdgeschoss des Gebäudes wurde nun feierlich eröffnet.
Es hat sich wirklich was geändert. Betreten kann man die heiligen Hallen der Literatur nun durch eine angemessen große elektrische Schiebetür. Der neue Boden und die Beleuchtung sorgen dafür, dass man nicht mehr das Gefühl hat, auf einer Baustelle zu studieren. Die Chill-Out-Lounges mit ihren hellgrünen Sitzkissen und gemütlichen Bänken laden zum Verweilen ein. „Optisch macht die umgebaute Eingangshalle und der neue Arbeitsbereich durchaus was her”, sagt Tanja Skotzek, Soziologiestudentin. Dieser Meinung scheinen auch viele andere zu sein. In den Stoßzeiten findet man hier kaum einen Platz. Obwohl das neue Gestaltungskonzept bei der Modernisierung der Bibliothek immerhin schon eine 970 Quadratmeter große Fläche vorgesehen hat. Weiterhin stehen den Studierenden dort auch 20 Rechner zur Schnellrecherche, sowie 52 Computer zum Surfen im Internet bereit.
Besonders schwierig war es immer, in der Bibliothek passende Räumlichkeiten zu finden, in denen man auch zusammen mit Kommilitonen Gruppenprojekte erarbeiten kann, ohne andere zu stören. Schwierig kann die Suche zwar auch in Zukunft noch werden, aber immerhin wurden ein paar Räume mehr geschaffen. Durch den Umbau stünden jetzt 715 Arbeitsplätze, 130 mehr als vor der Renovierung, bereit.
Auch lange Schlangen dürften dank des eingeführten Servicekonzepts nun der Vergangenheit angehören. Bücher und andere Medien können die Besucher selbstständig ausleihen und zurückgeben. Sollte der eine oder andere doch auf Hilfe angewiesen sein, kann er sich auch in Zukunft auf die Expertise der Angestellten verlassen. Immerhin zählt die Bücherei fast eine Million Druckwerke.
Die Doppelspitze der Universitätsbibliothek um Albert Bilo und Sigurd Praetorius, ist jedenfalls sichtlich zufrieden mit den Neuerungen. „Zwar ist das Gebäude erst 27 Jahre alt, aber Millionen Studenten und immenser technischer Fortschritt hinterlassen halt ihre Spuren”, so Bilo.

0mitdiskutieren