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Universität Duisburg-Essen eröffnet Zentrum für papierlose Klausuren

14.06.2011 | 17:49 Uhr
Universität Duisburg-Essen eröffnet Zentrum für papierlose Klausuren
Die Bildschirme sind unter einer Glasplatte montiert, damit die gesamte Arbeitsfläche auch für klassische Klausuren mit Papier und Füller genutzt werden kann. Foto: Dennis Straßmeier

Duisburg/Essen.   Mit der PC-Hall der UDE können Klausuren zukünftig auch ohne Papier und Füller geschrieben werden. Die Methode ist nicht nur umweltfreundlich, sondern bringt Studenten schneller ihre Zensuren und Dozenten bessere Auswertungsmöglichkeiten.

In der PC-Hall der Universität Duisburg-Essen können Klausuren am Computer geschrieben werden. Für den Dozenten bedeuten die elektronischen Prüfungen eine erhebliche Erleichterung. Und die Studenten erhalten schneller ihre Noten.

Klausuren am PC statt auf Papier – das scheiterte bisher oft daran, dass für die vielen Prüflinge nicht genügend Computer in einem Raum bereitgestellt werden konnten. Ein Problem, das an der UDE gelöst wurde: In der so genannten PC-Hall können knapp 200 Studierende gleichzeitig die Köpfe über den Prüfungsaufgaben rauchen lassen.

Das Online-Klausurenzentrum wurde mit Hilfe des Zentrums für Informations- und Mediendienste (ZIM) am Campus Essen eingerichtet und gehört zu den größten in ganz Deutschland. Die Vorteile der Online-Klausuren für Dozenten und Studierende sind vielfältig: Da die Ergebnisse automatisch von einem Prüfungssystem ausgewertet werden, erhalten die Studierenden schneller ihre Noten.

Klausuren tippen an 196 Computern

Der Dozent kann durch Ergebnisstatistiken und Schwachstellenanalysen Schlüsse für kommende Prüfungen ziehen. Zudem werden dank der PC-Unterstützung die didaktischen Möglichkeiten erweitert, denn auch Videos, Audios, Simulationen oder komplexe digitale Anlagen wie Tabellensammlungen oder Fallstudien lassen sich bereitstellen. „Insgesamt bedeuten Online-Klausuren für die Dozenten eine deutliche Zeitersparnis. Angesichts wachsender Prüfungszahlen ist dies ein ebenso positiver Effekt wie die effizientere Abwicklung“, sagt Dieter Huth vom ZIM.

Genau 196 Computerarbeitsplätze hat die PC Hall, zusätzlich eine spezielle Klimatechnik, eine Medienausstattung mit zwei Beamern, eine Beschallungsanlage mit Funkmikrofonen, eine Belichtungssteuerung sowie eine zeitgemäße Computerausstattung mit Flachbildschirmen.

Technologie eignet sich für fast alle Fächer

„Die Bildschirme sind versenkt unter einer Glasplatte montiert, so dass die gesamte Arbeitsfläche auch weiterhin für klassische Klausuren mit Papier und Füller genutzt werden kann“, sagt Dieter Huth. Barrierefrei arbeiten lässt es sich an vier elektrisch höhenverstellbaren Computertischen.

Und die Nachfrage steigt: Bisher wurden immerhin 128 Klausuren mit über 11.000 Teilnehmern in der PC-Hall geschrieben. „Nahezu alle Fakultäten nutzen bereits Online-Klausuren“, sagt Dieter Huth. „Ob Anglistik oder Botanik, ob Baumanagement oder Konstruktion – die Technik eignet sich für fast alle Fächer.“

DerWesten

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Kommentare
15.06.2011
14:34
Universität Duisburg-Essen eröffnet Zentrum für papierlose Klausuren
von Jakobskaffee | #1

Der Artikel verschweigt leider die Nachteile für die Qualität von Studium und Prüfungen. Die PC-Hall fördert Multiple-Choice-Prüfungen und damit das Bulemie-Lernen. Nur bei Multiple-Choice-Prüfungen ist eine automatische Auswertung möglich. Geprüft wird also das auswendig gelernte und nicht das problematisierende Verständnis. Prüfungen sollten im Zeitalter des Bologna-Prozesses aber eigentlich die Fähigkeit zur Anwendung des erworbenen Wissens feststellen. Die Eröterung und Begründung wissenschaftlicher Thesen tritt bei dem Prüfungsverfahren leider etwas zu sehr in den Hintergrund.

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