Uniorchester gibt zum Jubiläum ein Festkonzert in Duisburg

Das Universitätsorchester Duisburg-Essen freut sich auf das Festkonzert am 1. Februar
Das Universitätsorchester Duisburg-Essen freut sich auf das Festkonzert am 1. Februar
Foto: Matthias Duschner
Was wir bereits wissen
Mit sieben Studenten fing das Universitätsorchester vor 50 Jahren an. Am 1. Februar geben die rund 90 Musiker aus Duisburg und Essen ein Festkonzert.

Duisburg.. Dicht gedrängt zwischen den Säulen saßen die Musikerinnen und Musiker, ähnlich gequetscht war das Publikum, die Tür des Aufzugs ging ständig auf und zu – und doch legte dieser Auftritt im Foyer der Essener Strahlenklinik den Grundstein für eine noch immer andauernde Erfolgsgeschichte: Vor 50 Jahren wurde von Studierenden in Essen ein Universitätsorchester gegründet, damals gab es aber an beiden heutigen Standorten noch nicht mal eine Universität.

Die Gründerinnen und Gründer kamen aus anderen Städten an die Essener Uniklinik, wo sie zwar gute Lehrbedingungen vorfanden, aber universitäre Strukturen vermissten. Das schwarze Brett sei eine einfache Kreidetafel gewesen, erinnert sich Dr. Eve-Marie Hett. Darauf las sie, dass sich Studierende zum Musizieren verabreden wollten, wie sie es von größeren Unis kannten.

Sieben Gründungsmitglieder

Sieben Leute fanden sich sofort zusammen. Eve-Marie Hett wurde zum Gründungsmitglied. „Nach vier Wochen waren wir 16. Es war so ein schönes Klima, dass alle, die ein Instrument spielen konnten und Klassik liebten, zu uns stießen.“ Hett ist sogar geblieben, spielt bis heute Geige.

Derzeit treffen sich regelmäßig rund 90 Musikerinnen und Musiker zu den Proben des Universitätsorchesters Duisburg-Essen, das bundeseit als eines der besten seiner Art gilt. Seit 2002 wird es von Oliver Leo Schmidt dirigiert. Der Karajan-Dirigentenpreisträger und Professor der Folkwang-Universität der Künste sprang vor 13 Jahren ins kalte Wasser. „Wenn man aus dem Profibereich kommt, laufen alle Sachen sofort“, erzählt Schmidt. Das sei bei einem Laienorchester anders.

Dirigent lobt die Stimmung

Doch der Dirigent ließ sich darauf ein und passte seine Arbeitsweise an. Heute lobt er die Stimmung und das Engagement, die es so in professionellen Orchestern nicht gebe. Selbst nach einem 13-Stunden-Tag würde er mit den Musikerinnen und Musiker noch enthusiastisch proben können. „Das machen die Profis nicht“, sagt Schmidt lachend. „Denn die müssen ja 40 Jahre durchhalten.“ Im Kollektiv hat das Universitätsorchester diese Marke längst überschritten.

Festkonzert am Sonntag, 1. Februar

Festkonzert zum 50. Geburtstag des Universitätsorchesters: Sonntag, 1. Februar, 16 Uhr, Theater Duisburg. Eintritt: 18/7 Euro. Auf dem Programm stehen „Lollapalooza für großes Orchester“ von John Adams, Auszüge aus den Ballettsuiten „Romeo und Julia“ von Prokofjew, Auszüge aus „On the Town“ von Leonard Bernstein und Maurice Ravels „Bolero“.