Unfall am Hochofen: Sechs Verletzte

Sechs Mitarbeiter einer externen Dienstleistungsfirma sind gestern Vormittag bei einem Arbeitsunfall an einem Hochofen bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) in Huckingen verletzt worden. Einer der Männer musste mit einem Hubschrauber zu einer Druckkammer in Aachen gebracht werden. „Wir wissen definitiv nicht, was dort passiert ist“, erklärte eine Unternehmenssprecherin am frühen Abend. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Untersuchungen aufgenommen.

Die Arbeiter waren eingesetzt bei Wartungsarbeiten an einem der beiden Hochöfen, der nächste Woche routinemäßig stillgesetzt werden soll. Sie seien mit dem Arbeitsplatz vertraut gewesen, so hieß es gestern. Auch hätten sie die vorgeschriebene Schutzkleidung und Atemmasken getragen. Dennoch sei es zu einem Kontakt mit Kohlenmonoxid gekommen. Kohlenmonoxid (CO) ist giftig, am Hochofen aber nicht ungewöhnlich. Dort eingesetzte Mitarbeiter müssen Warngeräte mit sich führen, falls die CO-Werte zu hoch werden.

Zwei der verletzten Arbeiter konnten am Nachmittag das Krankenhaus wieder verlassen, die vier anderen blieben zur weiteren stationären Behandlung.