UDE: Mitfahrgelegenheiten gesucht für Geflüchtete

Drei Viertel der 42 000 Studierenden der Universität Duisburg-Essen (UDE) stammen aus Nordrhein-Westfalen. Viele von ihnen pendeln täglich ein: mehr als 2000 aus dem Kreis Wesel, jeweils mehr als 1000 aus Recklinghausen, Düsseldorf, Mülheim/Ruhr, Mettmann, Bochum oder auch Gelsenkirchen.

Der ein oder andere hätte vielleicht auch die Möglichkeit, einen der 65 Geflüchteten bei sich mitfahren zu lassen, die zurzeit als Gasthörer an der Uni eingeschrieben sind. Wenn das so ist, sollten sie sich am besten bald beim Akademischen Auslandsamt melden. Dort werden die Mitfahrgelegenheiten koordiniert. Eine Mail an baerbel.enger@uni-due.de reicht.

Seit dem Sommersemester bereiten sich 65 geflüchtete Menschen mit akademischem Hintergrund auf ein Studium an der UDE vor. Bärbel Enger: „Der erste Eindruck ist sehr überzeugend. Sie bereiten sich sprachlich sorgfältig vor, bringen sich in den Unterricht ein, sind sehr engagiert, hochmotiviert und lernwillig.“

Ein Problem sind allerdings die hohen Fahrtkosten, da viele von ihnen nicht campusnah untergebracht sind. Das Monatsticket in der Preisstufe B kostet um die 100 Euro - für einen Asylsuchenden oft unerschwinglich. Deshalb organisiert das Akademische Auslandsamt der UDE künftig Mitfahrgelegenheiten.

Wer also täglich aus dem Kreis Wesel, Recklinghausen, Düsseldorf oder auch Dortmund an einen der beiden Hochschulstandorte pendelt, kann eine Mobilitätspatenschaft übernehmen und einem Gasthörer damit eine kostengünstige Fahrt zur Universität ermöglichen.