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TUI-Vorstand ist jetzt Ehrenoffizier der Prinzengarde

01.02.2010 | 11:00 Uhr

Dr. Michael Frenzel, Vorstandsvorsitzender der TUI, ist in einem feierlichen Akt in das Korps a la suite der Prinzengarde aufgenommen worden.

Beim Herrenessen im Duisburger Hof, nach einmaligem Gastspiel im Foyer des Stadttheaters, wurde der Mann mit Duisburger Wurzeln in den Stand eines Ehrenoffiziers erhoben.

Für den 62-Jährigen ein ganz besonderer Moment. „Ich bin hier groß geworden und saß 15 Jahre im Rat der Stadt. Die Stadtmitte war damals mein Wahlkreis“, erinnert sich Frenzel. Mit neun Jahren kamen der gebürtige Leipziger und seine Familie nach Duisburg.

Im Ruhrgebiet legte er den Grundstein für seine Bilderbuchkarriere. Jurastudium mit anschließender Promotion an der Ruhr-Universität Bochum, Trainee-Ausbildung bei der Sparkasse, danach wurde Frenzel Büroleiter des damaligen WestLB-Chefs Friedel Neuber.

So sahen die ersten beruflichen Stationen des Ehrenoffiziers aus, ehe er auf der Karriereleiter gleich mehrere Sprossen auf einmal nahm. 1988 wurde er Vorstandsvorsitzender der Preussag AG, die nach der Umbenennung zur TUI AG wurde.

Auch wenn ihn die Karriere in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover zog, bleibt Duisburg ein Stück Heimat für Frenzel: „Meine Schwestern leben noch hier, sodass ich bei Familienfeiern immer wieder gerne zurückkehre.“

Alexander Graf von Schwerin traf mit seiner mal närrischen, mal ernsten Laudatio den Geschmack der jecken Gäste: „Du bist der Vater des Innenhafens und hast dich um die Entwicklung der Innenstadt verdient gemacht. Außerdem warst du - genauso wie ich - ein Gegner des Averdunk-Centers. Wer es heute sieht, der weiß warum.“

Die Lacher auf seiner Seite hatte von Schwerin, als er einen Beschluss zitierte, den Ehrenoffizier Michael Frenzel noch als Juso in den 70er Jahren verabschiedet hatte. Damals sprach sich der heutige TUI-Chef dafür aus, dass Manager bundesweit nicht mehr als 5000 Mark pro Monat verdienen sollen.

Neben Fritz Pleitgen, Friedrich Merz, Udo Jürgens oder zuletzt Dr. Jürgen Großmann gehört Frenzel nun zum illustren Kreis von Ehrenoffizieren der Duisburger Prinzengarde.

Jörn Esser

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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