Trotz Stärkungspakt: Verschuldung steigt weiter an

Im kommenden Jahr will die Stadt Duisburg nach mehr als 20 Jahren erstmals wieder einen ausgeglichenen Haushalt schaffen, sprich: nicht mehr ausgeben, als sie einnimmt. Das gelingt nur mit den 56 Millionen Euro an Landeshilfe aus dem Stärkungspakt. Dennoch steigt die kommunale Verschuldung weiter an: Zum 1. Januar 2015 stand die Schuldenuhr in Duisburg bei 3,193 Milliarden Euro und damit rund 20 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Allein die Kassenkredite liegen 40 Mio Euro höher. Das geht aus dem NRW-Vergleich hervor, den die Landesstatistiker jetzt veröffentlicht haben.

Duisburg hat damit so viele Schulden wie die Gemeinden in den umliegenden Kreisen Kleve, Wesel, Mettmann und Neuss zusammen. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 6575,64 Euro — so viel müsste rechnerisch jeder Duisburger beisteuern, um die eigene Stadt zu entschulden.

Die Aussichten für dieses Jahr sind nicht rosig: Bekanntlich wird der Schuldenberg noch höher, die Stadt will sich bei Banken um zusätzliche 200 Millionen Euro verschulden, um die Stadtwerke nach der Energiewende wieder auf Spur zu bringen.