„Trockenschwimmer“ zeigt die schönen Momente der Freundschaft

Bahnhofsreiniger Werner (r.) erinnert sich an seine Kindheit, während er von seinem übermütigen Jugendfreund Hans geärgert wird.
Bahnhofsreiniger Werner (r.) erinnert sich an seine Kindheit, während er von seinem übermütigen Jugendfreund Hans geärgert wird.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Premiere begeisterte Kinder im Komma-Theater. Das Stück richtet sich an Zuschauer ab sechs Jahren.

Duisburg..  Ist das jetzt schon Theater? Schauspieler Till Beckmann sitzt als „Hans“ zwischen Kindern und Eltern im Publikum, schaut gespannt auf die Bühne und wartet darauf, dass es endlich losgeht. Mit der Premiere von „Trockenschwimmer“ brachte das Komma-Theater in Rheinhausen am Sonntag ein Stück über Freundschaft, Mut, Wahn und Wirklichkeit auf die Bühne – eine Geschichte, in der sich nicht nur die jungen Zuschauer (ab sechs Jahren) wiederfinden.

„Da ist mein Freund Werner Brühwieler!“, ruft Hans und zeigt auf seinen Schauspielkollegen Helle Hensen, der als Bahnhofsreiniger den Bahnsteig aufräumt. Zusammen mit den Kindern im Publikum versucht er, Werners Aufmerksamkeit zu wecken – ohne Erfolg. Da kann der vorlaute Lockenkopf Hans seinem ehemaligen Jugendfreund noch so viele Streiche spielen. Doch dann bleibt die Bahnhofsuhr stehen und „Wenn die Uhr stehen bleibt, bleibt auch die Zeit stehen!“, behauptet Hans. Plötzlich kann Werner seinen Schulfreund Hans wieder sehen, der im Kindesalter beim übermütigen Wettschwimmen am Dorfweiler ertrunken ist. Gemeinsam erinnern sie sich an die schönen Momente ihrer Freundschaft und durchleben Wettspiele um Stärke und Ausdauer aus ihrer Kindheit.

Die beiden Schauspieler verkörpern zwei völlig unterschiedliche Typen: Zum einen der ehrgeizige und mitreißende Hans mit der großen Klappe, zum anderen der etwas ängstliche, kluge und vernünftige Werner. Sie vermitteln neben Wissen und Moral auch jede Menge Spaß und sorgen für Gelächter.

Die Idee, das Stück vom „theater katerland“ auf den Spielplan zu setzen, kam von Helle Hensen. Er suchte ein Stück, in dem der 30-jährige Altersunterschied zwischen ihm und seinem Kollegen Beckmann passt. Die Inszenierung von Sascha Bauer setzt das traurige Thema mit viel Humor, Witz und Fantasie um.