Trockenheit macht auch den Bäumen zu schaffen

Die Sonne brennt seit Tagen vom Himmel, viele Menschensind froh, dass endlich der Sommer da ist. Doch gerade bei Temperaturen von bis zu 38 Grad kommt Duisburg ganz schnell ins Schwitzen. Die logische Konsequenz: ab in den Schatten, meistens unter einem Baum und trinken, trinken, trinken.

Dass aber auch die Schattenspender am Straßenrand unter der Hitze leiden, daran denken die Wenigsten. Deshalb rufen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg alle Bürger dazu auf, Straßenbäume vor der eigenen Haustür zu gießen.

„Gerade bei einer längeren Trockenphase und den derzeitigen Temperaturen, brauchen die Bäume das Wasser. Der Boden ist mittlerweile schon sehr ausgetrocknet“, erklärt Silke Kersken, Pressesprecherin der Wirtschaftsbetriebe, warum das Unternehmen alle Naturfreunde zur Mithilfe aufgerufen hat.

„In unserem Stadtgebiet gibt es ganze 50 000 Straßenbäume. 9444 davon sind Jungbäume und werden von unseren Mitarbeitern regelmäßig gegossen,“ so Kersken. Dazu fahren die Wirtschaftsbetriebe jeden Tag mit einem speziellen Tankwagen raus. Das reicht aber nicht, um alle Bäume zu versorgen, daher gibt’s jetzt die Bitte um Bürgerhilfe.

Jungbäume werden all jene genannt, die zwischen einem und fünf Jahre alt sind und einen Umfang von 18 bis 30 Zentimeter aufweisen. Alle anderen Bäume, sei es Ahorn, Buche oder Kastanie, müssen auf den erlösenden Regen warten, wenn sie nicht gegossen werden. Was viele nicht wissen: Ein Baum braucht gar nicht so viel Wasser. „Es wäre sehr hilfreich, wenn ein Baum mit vier bis sechs Eimern Wasser gegossen würde“, erklärt Kersken. „Lieber einmal richtig als alle zwei Tage ein bisschen.“ Ein normaler Putzeimer würde ausreichen. Der hat ein Fassungsvermögen von etwa zehn Litern. Ein Kubikmeter Wasser kostet bei den Stadtwerken rund 1,75 Euro. Das bedeutet für Mitgießer: sechs Eimer mit insgesamt 60 Litern Wasser kosten nur etwa zehn Cent. Unterhalb einer Temperatur von 25 Grad sei das Bewässern nicht mehr nötig, sagt Kersken, da die Erde dann wieder feucht genug sei und der Baum sein Wasser selber ziehen könne.

Wer also eine schöne große Eiche oder Buche vor dem Haus stehen hat, der kann beim eigenen Schluck aus der Wasserflasche ja künftig auch daran denken, einmal den Baum zu wässern – denn auch der hat bei den zuletzt oft tropischen Temperaturen richtig viel Durst.