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Betrug

Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt

08.10.2010 | 17:31 Uhr
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt

Duisburg.Erst das Portemonnaie verloren, und auf der Autobahn bleibt anschließend auch noch das Auto liegen. So viel Pech kann eigentlich kein Zufall sein, dachte sich auch Joachim Pitsch. Leider war’s da schon zu spät.

„Wie jeden Tag war ich auf dem Heimweg von der Arbeit. Am Kreuz Breitscheid sah ich dann den Wagen auf dem Standstreifen stehen und natürlich auch den wild gestikulierenden Fahrer“, erinnert sich Joachim Pitsch.

Der 41-Jährige fuhr rechts ran, wollte den scheinbar hilflosen Mann einfach nur unterstützen. In gebrochenem Deutsch erklärte dieser, dass er kein Benzin im Tank und seine Geldbörse verloren hätte. Der junge Mann bat Pitsch, ihm 100 Euro zu leihen. Als Pfand zog er einen goldenen Ring vom Finger und gab dem Duisburger eine Visitenkarte. Pitsch zückte das Bargeld, der Unbekannte bedankte sich überschwänglich – inklusive Verneigung, als der vermeintliche Nothelfer den Ort des Geschehens verließ.

So kam es, wie es kommen musste. Der Ring entpuppte sich als wertlos, und die Telefonnummer auf der Visitenkarte führte nicht zum Vater, sondern einem unbeteiligten Düsseldorfer Hotel. „Er hatte auch noch einen Stadtplan in der Hand. Ich dachte wirklich, es wäre ein Notfall. Nachdem ich dann wieder losgefahren bin, hatte ich sofort ein ungutes Gefühl“, sagt Pitsch.

Die als „Autobahngold“ bekannte Betrugsmasche ist auf den Straßen NRWs keine Seltenheit. „Es kommt viel zu oft vor. Wenn man sieht, dass niemand lebensbedrohlich verletzt ist, dann sollte man an der Autobahn nicht anhalten, sondern die Polizei anrufen. Man bringt sich selbst in Gefahr“, erklärte ein Sprecher der zuständigen Autobahnpolizei.

Joachim Pitsch hat seine Lektion gelernt: „Es ist nur schade für Menschen, die wirklich Hilfe brauchen. Die 100 Euro sehe ich als Lehrgeld an.“

Jörn Esser

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Kommentare
03.11.2010
20:25
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt
von Bushranger | #10

Der gleiche Typ ist mir am 02.11.2010 an der Abfahrt Bochum-Riemke begegnet. Ich dachte wirklich erst an einen Notfall,aber als er den Kaugummiautomaten-Ring und die selbstgedruckte Visitenkarte hinhielt,mußte ich mir das Lachen verbeissen. Ich habe höflich abgewunken,bin weitergefahren und habe den Notruf gewählt. Hoffentlich haben im Toto Und Harry ein wenig weitergeholfen. Der Typ fährt einen blauen BMW 5-reihe mit britischem Kennzeichen,auf der Visitenkarte steht Ali .......-Manager.......

12.10.2010
10:37
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von na-und? | #9

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11.10.2010
19:19
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von Entfilzer | #8

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11.10.2010
18:12
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von Marie Antoinette | #7

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11.10.2010
18:00
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt
von Marie Antoinette | #6

und ich brauche kein kindermädchen

11.10.2010
17:26
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von Marie Antoinette | #5

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11.10.2010
16:55
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt
von blankenberg | #4

Wo lebst Du? hinterm Mond noch oder?
Der Trick ist schon so alt und immer wieder fallen welche BEKL.....drauf rein. Ich habe letztemal als HAKENNASE auf dem Standstreifen gestanden hat zurückgewunken. Du kannst noch nicht mal anhalten wenn einer am Staßenrand liegt und mann glaubt der ist Blutüberstömt,wißt Ihr wie billig Ketchup ist? Nur mist für diejenigen die wirklich Hilfe brauchen,aber das ist halt aus unserer Gesellschaft geworden.....

11.10.2010
16:22
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt
von Carla Colutti | #3

@meine eigene 2, ich bin NICHT schadenfroh, aber die Geschichte ist nicht echt, oder?

11.10.2010
16:10
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt
von Carla Colutti | #2

Entschuldigung, aber wer fällt denn auf so eine Sch*** rein.
Und dann noch der goldene Ring...
das ist zu komisch.......

11.10.2010
09:49
Trickbetrüger: Hilfsbereitschaft ausgenutzt
von Palindrom | #1

Ohne Opfer leider keine Öffentlichkeit. Trotzdem fallen immer wieder hilfsbereite Menschen darauf rein. Schade!

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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