Loveparade
Trampelten Loveparade-Besucher Sperren nieder?
27.07.2010 | 19:52 Uhr 2010-07-27T19:52:00+0200
Duisburg.Ein Augenzeuge berichtet, die Sperren zur Regelung des Besucherstroms in den Tunnel seien niedergetrampelt worden. Loveparade-Chef Rainer Schaller wirft der Polizei vor, die Schleusen geöffnet zu haben.
Loveparade-Chef Rainer Schaller macht die Polizei indirekt für das Desaster im Tunnel mitverantwortlich. Wie eine Sprecherin von Lopavent gegenüber der WAZ erklärte, sei von der Polizei die Anweisung gekommen, die 16 Schleusen zu öffnen, die vor dem Tunnel den Zulauf regeln sollten. Schon am Montag hatte Schaller sich entsprechend in einem Interview mit der WDR geäußert. Demnach dienten die Schleusen eigentlich dazu, den Zugang zum Tunnel zu schließen, um eine Überfüllung zu verhindern. Nach Angaben der Lopavent-Sprecherin sei noch nicht zu ermitteln gewesen, um welche Uhrzeit die Anweisung gekommen sei.
Mit welchem Andrang die Polizei schon auf den beiden Strecken, die zum Veranstaltungsgelände führten, zu kämpfen hatte, schilderte Dirk Rosenberger von Red Rose Records am Sonnenwall, der auf dem Gelände der Tankstelle an der Düsseldorfer Straße einen Stand hatte und CD’s verkaufte: „Vormittags lief das alles ganz geregelt ab. Eine Stunde lang kamen Leute und wurden durchgelassen, dann wurde von der Polizei erst einmal wieder gesperrt. Irgendwann wurden dann die Sperren niedergetrampelt. Die Polizei versuchte zunächst, mit Hilfe eines großen Busses den Strom der Menschen aufzuhalten.“
Das habe aber auch nicht lange funktioniert. „Dann wurde die Reiterstaffel geholt.“ Die Polizeibeamten hätten sich mit den Pferden in die Menschenmasse gestellt, um damit zu erreichen, dass sich hinter ihnen die Situation wieder etwas entspannten. „Das klappte aber auch nur für eine halbe Stunde.“ Seinen Beobachtungen an der Strecke nach waren die Menschen, die zur Loveparade wollten, zum Teil an dieser Stelle schon „fix und fertig“.
Eingangssituation abgenickt
Die 16 Personenschleusen an der Kreuzung Düsseldorfer- und Karl-Lehr-Straße waren zumindest kurz vor dem Unglück nach Angaben von Augenzeugen bereits geöffnet. Sie dienten eigentlich zum einem dazu, die Personen bzw. deren Taschen und Rucksäcke nach mitgebrachten Glasflaschen zu durchsuchen, zum anderen, wie Rainer Schaller betont hat, dazu, den Zustrom in den Tunnel zu kanalisieren bzw. zu verhindern, falls dieser zu voll sei. Schon um 14 Uhr sollen zehn der 16 Schleusen geschlossen worden sein. Dann sei die Anweisung gekommen, alle Schleusen vor dem westlichen Tunneleingang an der Düsseldorfer Straße zu öffnen. Von dort sei der Hauptansturm auf das Gelände erfolgt.
Im Vorfeld sei der Zugang durch den Tunnel von den Behörden intensiv geprüft und abgenickt worden, wird Rainer Schaller zitiert. Alle Behörden hätten die Eingangssituation abgenickt. In den Ausschuss-Sitzungen des Rates sind nach Angaben von Hermann Dierkes (Die Linke) den Politikern keine konkreten Angaben über das ausgearbeitete Sicherheitskonzept gemacht worden.
Heute wird sich auf Antrag des Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Hans Pflug der Duisburger Polizeibeirat mit den Geschehnissen während der Love-Parade befassen.

17:38
#50 hat sich selbst die frage nach der verantwortung des einzelnen beantwortet?!? ohne eine genehmigung keine LP, ohne LP keine besucher, ohne besucher kein fehlverhalten. so ein fach ist das?
dann sollten wir uns mal schön schnell einbuddeln, dann kann auch nix passieren???
10:46
Was mich in sehr vielen Kommentaren erstaunt ist, dass die Verantwortung immer bei den Anderen gesehen wird; Schaller, Security, Polizei, Sauerland etc.
Bisher gibt es nur wenige Kommentare, in der die Frage nach der Verantwortung der Besucher - und hier die, die sich in den Flaschenhals gedrängt haben - stellen.
Diese tragen auch Mitverantwortung für das Geschehen.
Unabhängig davon hätte meiner Meinung nach die LP auf diesem Gelände und mit diesen Zugängen nie genehmigt werden dürfen.
15:28
Besucher der Loveparade sollten ihre Beobachtungen notieren, wenn möglich mit Orts-und Zeitangaben , um in der Summe den Ablauf der Horror-Veranstaltung zu dokumentieren.
Digitale Aufnahmen sollten ebenfalls zentral gesammelt werden und verantwortungsvoll und neutral zur Rekonstruktion der Ereignisse genutzt werden.
Technisch sollte das heutzutage möglich sein. Ich weiß nur nicht wer die Kompetenz und Unabhängigkeit besitzt dies zu leisten?
13:19
Gibt es eigentlich schon Besucher die kapieren das alle, auch sie, mitverantwortlich sind? KEINE hat wohl freiwillig eine schritt zurück genommen. ALLE haben nur nach vorne gedrängt. Ein kollektive Verantwortung Übernahme von alle Teilnehmer, zusätzlich zu Politik, Polizei und Organisation wäre angebracht.
09:52
@Der Langsamfahrer die seite heist www.loveparaderavercount.de/guestbook/index.phpund ist für die Leute die ihre trauer und beileid dort mitteilen möchten und es gibt auch bilder und videos.
@DerBesucher da gib ich dir recht mit den Lkw wen die zu stehen kamen am ein und ausgang dann ging garnichts mehr deswegen haben wir um 15uhr die zäune die oben zu eingang ging gekippt damit mann an der seite hoch klettern konnte zum gelände.ich habe ein der LP sicherheitsleuten daraufhingewiesen das es mist sei als antwort bekame ich nur das wissen wir das es mist ist aber gemacht wurde dort nichts.ich habe ein bild gefunden bei der bildzeitung bevor das drama passiert ist das oben alles frei war und unten schon die panik los ging nur leider kann mann nicht erkennen ob da schon die polizei die anweisung bekamm unten zu sperren den alles hat sich nur auf diese treppe konzentriert und die jenigen die normal den gang hoch gehen wollten wurden mitgerissen die zu treppe wollten anders kann ich mir das nicht erklären. was ich als blödsinn finde das mitten auf den aufgang zäune stehen warum??
09:30
also um 14uhr 45 stand ich am sperrzaun düsseldorferstr da stand noch alles auch die polizei hat mehrmals anweisung gegeben.das der tunnel dicht ist und das wir zügig durch den tunnel gehen sollten klar wurde gedrängelt es standen dort auch über 400.000raver und grade mal 4schleusen die kontolliert haben.zu wenig würd ich sagen den paar polizisten und 4 sicherheitsposten halten keine 400.000raver auf.und so ein zaun schon garnicht.so wie ich es mit bekommen habe haben die Raver den posten überrannt.
14:55
#44,sehe ich auch so. Nur die drehen sich mit dem Wind aus der Verantwortung. Ich hoffe doch sehr das die ermittelnde Polizei Köln das auch zur Kenntnis nimmt. Und natürlich auch der Innenminister nebst Untertan.
08:34
Fakt ist jedenfalls das laut Zeugen die unabhängig von einander davon berichten,dass die Ordnungskräfte (Polizei) die Absperrungen öffneten
und dadurch den Zustrom der Teilnehmer zum Tunnel erhöhten.Da stellt sich die Frage wer war der Entscheidungsträger vor Ort ?
22:19
Was sie im Fernsehen gesehen haben war der Eingang Ostseite..........der Eingang an der Westseite ist der wo die Strassenbahnen fahren und die Düsseldorffer Strasse angrenzt. An der Westseite wurden die Absperrgitter von der Polizei selber entfernt.
Anmerkung weiter.....Ihr Name........geschmacklos........
22:01
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