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Integration

Tisch-Gespräche

14.11.2010 | 17:01 Uhr
Tisch-Gespräche

An rund 40 Tischen wurde in Duisburg am Tag des Dialoges kontrovers über das Thema Integration diskutiert. Gestartet wurde die Veranstaltung im Referat für Integration an einem prominent besetzten Eröffnungstisch.

Unter anderem die aus Duisburg stammende Staatssekretärin der Landesregierung NRW, Zülfiye Kaykin, hatte sich in der sechsköpfigen Diskussionsrunde eingefunden. „Hier können wir Fragen beantworten, für die im Alltag keine Zeit bleibt“, lud Leyla Özmal, Integrationsbeauftragte der Stadt, zu angeregten Gesprächen ein. Die Zahl von 39 weiteren Gastgebern bedeutet eine Verdoppelung der Vorjahreszahl. „Wahrscheinlich sind es im Endeffekt mehr als 40 Tische“, schaute Hartmut Reiners, Geschäftsführer des mitveranstaltenden Anti-Rassismus-Informations-Centrums (Aric-NRW), vor Beginn der Veranstaltung zufrieden voraus.

Am Tisch an der Gutenbergstraße wurde dann differenziert, aber auch humorvoll über die Probleme und Chancen der auch auf Bundesebene geführten, Integrationsdebatte gesprochen. „Wer nicht miteinander spricht, kann nicht voneinander lernen“, nennt Gastgeberin Leyla Özmal einen ihrer Grundsätze, den auch Zülfiye Kaykin unterstützt. „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fühlen sich zunehmend ausgegrenzt. Dieser psychischer Zustand ist nicht mehr hinnehmbar“, berichtet die NRW-Staatssekretärin.

„Die Unterscheidung der Menschen nach ihrer Migrationsgeschichte sorgt bei mir eh für Irritationen. Besonders dann, wenn die Leute schon in der dritten oder vierten Generation in Deutschland leben“, wirft Manfred Berns, Geschäftsführer des Mitveranstalters Bürgerstiftung Duisburg, ein. Kaykin würde sich mehr positive Emotionen rund um das Thema Integration wünschen. „Allerdings frage ich mich, woher die kommen sollen, wenn nur drei Prozent der Mitarbeiter der Landesregierung eine Zuwanderer-Geschichte aufweisen“, kritisiert sie.

Integrationsbeauftragte Özmal reichert die Diskussion, zu der natürlich auch die Namen des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer und des Ex-Bundesbankers Thilo Sarrazin gehören, mit Zahlen an. „50 Prozent der Duisburger mit Migrationsgeschichte sagen, dass sie sich nicht diskriminiert werden“, erläutert sie. Hartmut Reiners schildert, „dass eine Familie Özcan schwerer eine Wohnung findet als eine Familie Schmidt“. „Türken sind laut einer Sympathiestudie die unbeliebtesten Migranten in Duisburg“, führt Özmal besorgt aus und fordert eine einheitliche Route auf politischer Ebene. „Es müssen gemeinsam Strukturen geschaffen werden. Eine Diskussion um Ressourcen und Verantwortungen darf da keine Rolle spielen“, unterstreicht die Staatssekretärin Zülfiye Kaykin mit Nachdruck.

Martin Schroers

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Kommentare
16.11.2010
08:58
Tisch-Gespräche
von Schluffi | #8

Menschen mit Migrationshintergrund das geht mir auf dem Sack.Früher hießen die noch Ausländer, wer hat das und warum eigentlich geändert?Hört sich das besser an,wohl kaum.

16.11.2010
08:28
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von Resignation | #7

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15.11.2010
17:58
Tisch-Gespräche
von SCHALOM | #6

zu#3 Sie haben vollkommen Recht.Es wird wieder mal über Integration geredet und geredet.Liebe herrschaften im Beitrag,wie wäre es ,anstatt mal Theorien auszuerarbeiten, tatkräftig mit an der Integration der Menschen mit Migrationshintergrund teilzunehmen.Hier ein Beispiel:
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Duisburger-Polizei-und-Moschee-arbeiten-zusammen-id3927539.html .Integration gelingt nur,wenn Menschen mit Migrationshintergrund,die Menschen,die sich nicht integriert bzw.integrieren lassen wollen,die Hintergründe dafür erkennen und lösungswege praktizieren.Aber die positiven Beispiele werden nicht berücksichtigt,weil sie nicht von den herrschaften,theorisiert werden.Armes Duisburg(Deutschland)schalom

15.11.2010
16:49
Tisch-Gespräche
von Krakenarm | #5

Ja, ja Frau Oberbürgermeister hat schon ihre eigene seltsame Sichtweise.

15.11.2010
14:47
Tisch-Gespräche
von Steppke | #4

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte fühlen sich zunehmend ausgegrenzt...
Wie kann das denn nur sein? Haben etwa wir bösen Deutsche wieder alle Türen zugeschlagen? Oder kann es vielleicht an nichtgewollter Integration liegen, indem man sich im Alltagsleben - wie selbstverständlich - der türkischen Sprache bemächtigt und sich allein schon damit bewusst vom Deutschsein distanziert! Wer sich meiner Heimatsprache nicht bedient und sich somit von mir abschottet, hat von mir auch kein Entgegenkommen zu erwarten. Ist eigentlich ganz einfach, oder?!

15.11.2010
11:47
Tisch-Gespräche
von b | #3

Nachdem man nun wieder ein Mal geredet hat, wird nun die Ausbildung der Migranten (hauptsächlich türkische und arabische) besser, nimmt die Kriminalität ab, kommen die Migranten aus den Ghettos (z.B. DU-Marxloh, lt. Frau Merkel rechtsfreier Raum) raus, wird das Benehmen der türkisch/arabischen Jugendlichen besser? Oder reden wir noch 30 Jahre so weiter. Ginge es nach den Migranten, bein Namen genannt nur um die türkisch/arabischen, so würde sich die Angelegenheit wie gehabt weiterentwickeln. Von den Migranten kamen nämlich nie zuerst Beschwerden. Bis halt ein gewisser Sarrazin das Problem in die Öffentlichkeit brachte. Und nun mucken doch tatsächlich die Eingeborenen auf!!
Mir gehen diese Laberrunden mitlerweile dermaßen auf den Zeiger. Tut endlich etwas!

15.11.2010
08:38
Tisch-Gespräche
von Schmidt A. | #2

Herr Schroers, hallo Sie Journalist! Wer sind denn die Personen auf dem Bild? Ist das ein Manni Berns und eine Frau Kaykin? Wäre es möglich auch die Parteizugehörigkeit zu nennen?
Da Sie, Herr Schroers, jetzt ja so im Thema drin sind, werden Sie doch sicherlich auch an der nächsten Sitzung des Integrationsrates Duisburgs teilnehmen und uns darüber berichten! Vielen Dank im Voraus!
MFG A. Schmidt

15.11.2010
07:45
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von Harke4711 | #1

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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