Tipps zur Energieeffizienz

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Photovoltaik, Thermotechnik oder Amortisationszeit. Was genau verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Und haben sie immer Vorteile für den Endnutzer? Diese Fragen beantworteten am vergangenen Samstag namhafte Aussteller im Kundencenter der Stadtwerke an der Friedrich-Wilhelm-Straße beim Thementag „Haus. Technik. Effizienz.“ Außerdem präsentierten sie Produkte und Dienstleistungen rund um das Thema Energiesparen und -erzeugung.

Technische Neuheiten

Das Warmwasser-Geräte-Unternehmen Junkers stellte „die neuesten Hightech-Wunder“ der Thermotechnik vor, wie sie auch bei der Internationalen Sanitär- und Heizungsmesse (ISH) in Frankfurt präsentiert worden waren. Eine bald erscheinende Gas-Brennwertreihe wird künftig internetfähig und per App steuerbar sein. So kann der Verbraucher nicht nur den Anlagendruck der Heizung per Smartphone steuern, sondern diese Daten auch an seinen Handwerker weiterleiten. Das spart Zeit, indem er sich bereits im Vorhinein ein Bild der Heizungsanlage und möglicher Mängel machen kann.

Neben informativen Fachvorträgen über Trinkwasserprüfung, moderne Heizungssysteme und mängelfreie Modernisierung standen die Berater Privat- und Gewerbekunden auch bei persönlichen Fragen zur Seite. Udo Vermassen, Kundenberater der Heidener B&W Energy GmbH, klärte über Solarstromanlagen auf: „Wer seine monatlichen Stromkosten senken möchte, sollte mit dem Wandel der Zeit gehen und auf erneuerbare Energien setzen. Sonnenenergie bietet ein riesiges Energiepotenzial.“ Eine drei- bis vierköpfige Familie könne mit einer Photovoltaikanlage ihre monatlichen Stromkosten senken – von etwa 120 auf 55 Euro. Falls die Sonne einmal nicht scheint, sorgt ein Zwischenspeicher für Energiezufuhr. Dieser speichert die Sonnenenergie für bewölkte Tage. Ökostrom wie die Solarstromanlage sei außerdem optimal für Mensch und Natur, da sie keine Emissionen freisetzen.

Um Privathäuser energieeffizient aufzuarbeiten, helfen bereits kostengünstige Maßnahmen wie die Sanierung einer Keller- oder Obergeschossdecke. Andreas Buchwald, Energieberater des Ingenieur- und Sachverständigenbüros Dr. Jörg Albert, betont jedoch, dass jedes Haus individuell betrachtet werden muss: „Es gibt keine Musterlösung für bestimmte Mängel am Eigenheim. Jedes Haus ist anders.“

Gerade Alt- und Neubauten weisen starke Unterschiede beim Sanierungsbedarf auf. Insbesondere verweist Buchwald dabei auf die Amortisationszeit. Damit ist die Zeit gemeint, die benötigt wird, damit sich der finanzielle Aufwand rentiert. Die Erneuerungen von Fenstern lohnt sich meist finanziell nicht. „Rentabel ist diese Maßnahme meist nicht, aber sie steigert vor allem den Wohnkomfort“, sagt Buchwald.