Tipps zum Einbruchschutz der Duisburger Polizei

Thomas Peters und seine Kollegen vom Team der Technischen Prävention beraten alle Bürger nach Terminabsprache kostenlos, wie sie sich besser vor Einbrechern schützen können.
Thomas Peters und seine Kollegen vom Team der Technischen Prävention beraten alle Bürger nach Terminabsprache kostenlos, wie sie sich besser vor Einbrechern schützen können.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Experten der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Duisburg raten allen Urlaubern, vor dem Antritt ihrer Ferienreise einige Vorkehrungen zu treffen.

Duisburg.. Für Einbrecher sind die Sommerferien stets verlockende Zeiten: Über mehrere Wochen sind tausende Wohnungen und Häuser im Stadtgebiet menschenleer. Um so wichtiger ist es für alle Urlauber, ihr zurückgelassenes Heim bestmöglich vor unerlaubten Eindringlingen zu schützen. Die WAZ fragte im Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz nach den wichtigsten Tipps für alle Reisenden.

Vor dem Reisebeginn

„Räumen Sie den Garten auf“, lautet der erste Hinweis von Thomas Peters. Der Kriminalhauptkommissar gehört zum dreiköpfigen Team der Technischen Prävention, das alle Bürger kostenfrei zum Thema Einbruchschutz berät. Viele lassen dort Geräte liegen, die Tätern als Einbruchswerkzeug dienen könnten. Auch Leitern sollten weggeschlossen werden. „Und das Wichtigste: Informieren Sie Ihre Nachbarn, dass sie verreisen“, rät Peters. Die könnten sich etwa darum kümmern, dass der Briefkasten regelmäßig geleert wird. Quillt die Post über (in mehreren Stadtteilen kann das wegen des laufenden Streiks derzeit nicht passieren), ist dies für ausspähende Täter ein Zeichen, dass sie zuschlagen können. „Und natürlich sollte kein Fenster auf Kipp stehen“, so Peters.

Verräterische Hinweise

Viele Zeitgenossen breiten ihr Privatleben in sozialen Netzwerken im Internet aus. „Egal, wie mitteilungsbedürftig man ist: Ein langer Urlaub sollte nie auf Facebook angekündigt werden“, so Peters. Genauso falsch sei ein entsprechender Hinweis auf eine mehrwöchige Abwesenheit, der auf dem Anrufbeantworter hinterlassen wird.

Die Rollladen

Peters rät, sie komplett herunterzulassen: „Alles, was Einbrecher beim Einsteigen stört, ist hilfreich.“ Rollläden zu beseitigen, kostet Zeit und macht Lärm – Dinge, die Einbrecher gar nicht mögen. „Zudem nehmen sie Einbrechern die Sicht ins Haus, denn trotz heruntergelassener Rollladen könnte trotzdem jemand zu Hause sein“, so Peters.

Sicherheitstechnik

Mit Spezialtechnik ausgestattete Türen und Fenster können das Einsteigen ebenso erschweren wie Stangenriegel-Schlösser für Garagentore. Peters und seine Kollegen Axel Hilbertz und Walter Hüttemann beraten nach Terminabsprache daheim ( 0203/280 4761).

Aufmerksame Nachbarn

Das ist oft der wirksamste Schutz. „Sprechen Sie Personen an, wenn diese sich verdächtig verhalten“, rät Peters. Im Zweifel sofort über 110 den Polizei-Notruf anwählen. „Denn Einbrecher“, versichert Peters, „machen nie Urlaub!“