Tipps & Tricks für die Baumpflege
09.12.2008 | 16:40 Uhr 2008-12-09T16:40:00+0100
Fast die Hälfte der Adventskalendertürchen steht offen und langsam wird es Zeit, zu überlegen: was für ein Baum kommt in unsere Stube?
Ganz im Sinne der weihnachtlichen Nächstenliebe lief gestern der Weihnachtsbaumverkauf des Vereins „Gemeinsam gegen Kälte” an. Am Friedrich-Wilhelm-Platz in der Stadtmitte verkaufen ehrenamtliche Helfer Blaufichten und Nordmanntannen, um Obdachlosen winterliche Kleidung zu finanzieren.
Friedhelm Fritschen, einer der Freiwilligen, hat uns bei der Baumauswahl beraten. Die Nordmanntanne, sagt er, sei immer die beste Wahl. Sie bliebe länger grün und nadele praktisch überhaupt nicht. Daher ist sie auch der kostspieligste der Weihnachtsbäume und schlägt am Stand von „Gemeinsam gegen Kälte” mit etwa 17 Euro pro Meter zu Buche. Ein stolzer Preis, der dieses Jahr dennoch im Schnitt liegt: die Stilllegung dänischer Anbauflächen führte zur Preiserhöhung, heißt es. Erkennen kann man den Luxusbaum an seinen langen Nadeln, die an der Unterseite deutlich heller sind.
Die Blaufichte hat kürzere Nadeln und tatsächlich häufig einen Blaustich. Sie kostet am Stand etwa 10 Euro pro Meter.
So sehr der Haussegen auch vom gleichmäßigen Wuchs des Baumes abhängt, so ist eines doch unvermeidbar, sagt Fritschen: die „Schlagseite”. Jeder Weihnachtsbaum habe eine Nordseite, die weniger Sonnenlicht bekommen hat als die anderen. Auch bräunliche Nadeln in Bodennähe seien nicht unbedingt Anzeichen für einen kränkelnden Baum - sondern lediglich für zu hohes Gras, das den unteren Nadeln das Licht genommen hat.
Statt sich beim Händler über nadelnde Bäume zu beschweren, kann der Käufer ein paar Tipps beherzigen: Er sollte den Weihnachtsbaum kühl lagern, am besten draußen. Das Tragnetz sollte man frühzeitig entfernen, damit die Zweige Zeit haben, sich „auszuhängen”. Richtig wohl fühlt sich derBaum im Wassereimer. Am besten nimmt der Stamm das Wasser auf, wenn man zunächst eine zwei Zentimeter dicke Scheibe absägt. Mit dem weit verbreiteten Anspitzen des Stammes beschleunigt man übrigens den Alterungsprozess. Baumfreundlicher ist ein modernerer Ständer ohne Schraubstocksystem.

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