Tipps für Jung und Alt bei der Wohnungssuche

Zahlreiche Immobilienfirmen machten den Besuchern ihre Wohnungen schmackhaft.
Zahlreiche Immobilienfirmen machten den Besuchern ihre Wohnungen schmackhaft.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der 23. Wohnungsbörse in der Innenstadt liegen energieeffiziente Häuser im Trend. Die meisten zieht es in den Duisburger Süden.

Duisburg.. Wir suchen eine Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnung. Wir brauchen einfach mehr Platz“, sagte Michaela Morgenstern aus Neudorf, eine der vielen Besucherinnen und Besucher der 23. Immobilienbörse. Insgesamt 16 Stände von verschiedenen Wohnungsgenossenschaften waren am Samstag auf der Königstraße in der City aufgebaut. „Wir rechnen mit rund 1500 Besuchern“, beschrieb Projektleiter Thomas Schürkes vom Amt für Soziales und Wohnen seine Erwartungen in punkto Resonanz.

Die meisten Wohnungssuchenden ziehe es in den Duisburger Süden, so Schürkes. „Es gibt ein klares Nord-Süd-Gefälle.“ Aufgrund steigender Nebenkosten spielt Energieeffizienz eine immer wichtigere Rolle. Die Baugesellschaften setzen auf Häuser mit Wärmedämmung. Gefragt ist auch der seniorengerechte Umbau von Wohnungen. Denn Duisburg, da waren sich alle Experten einig, werde immer älter. Für die Neumieter hingegen gab es einen „Mieterführerschein“ zum Mitnehmen. „Viele junge Leute haben Probleme, wenn sie zum ersten Mal allein wohnen“, so Schürkes. Das kleine Heft klärt über Finanzen auf und widerlegt Mietmythen. „Viele glauben, dass der Vermieter einen Wohnungsschlüssel haben muss“, so Schürkes.

Das eigene Haus als Altersvorsorge

In Rumeln wird derzeit ein ganz anderes Projekt geplant: Gemeinschaftliches Wohnen. Der Bauverein „Friemersheim eG“ plant 47 Mietwohnungen und neun Einfamilienhäuser. Für die Bewohner soll es einen 80 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum geben. In Zukunft sollen dann auch Ausflüge und Kinderbetreuung organisiert werden. „Ich denke das ist eine Variante, die bald immer mehr Zulauf finden wird“, so Dietmar Vornweg, Vorstandsmitglied des Vereins.

Die Sparkasse als Gastgeberin dieser Börse beriet die Besucher über den Kauf von Immobilien. „Momentan sichern viele ihre Altersvorsorge mit Häusern ab“, erzählte Marcus Budinger von der Sparkasse. Seit der Finanzkrise 2007 sei das sehr beliebt geworden, so der Finanzexperte.

In Duisburg seien derzeit etwa 10.000 Immobilien nicht bewohnt, sagte Schürkes. Das sind 4,4 Prozent des Bestands. Suselle de Carpio und Alvaro Romero wollen eine dieser Immobilien beziehen. Die jungen Bolivianer wollen im Ruhrgebiet studieren. „Das Gespräch von Mensch zu Mensch erleichtert die Wohnungssuche erheblich“, so OB Sören Link, der Schirmherr der Börse.