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Tierschutz

Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten

01.07.2011 | 17:06 Uhr
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
Der Eingang von Zoo Zajac in Duisburg-Neumühl. Auf dem Geländes des Tiermarktes macht auch der Tierschutzverein Duisburg in einer kleinen Bude Werbung für sich und verkauft Lose. Dies stößt bei anderen Tierschützern auf Kritik, weil sie im geplanten Welpenverkauf einen Verstoß gegen die Grundlagen des Tierschutzes sehen. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ Fotopool

Duisburg.Nach dem angedrohten Rauswurf aus dem Tierschutzbund will der Tierschutzverein Duisburg nun selbst aus dem Verband austreten. Vom Los-Verkauf auf dem Parkplatz des Zoo-Marktes von Norbert Zajac will sich der Verein auf jeden Fall nicht verdrängen lassen.

Der Tierschutzverein Duisburg tritt nach den Vorwürfen des Tierschutzbundes nun die Flucht nach vorn an. Wegen seiner Position zum Welpenverkauf bei Duisburgs größtem Zoohändler hat das Präsidium des Dachverbands dem Verein den Ausschluss angedroht . Dem will der Tierschutzverein jetzt zuvorkommen. „Wir werden wohl selbst austreten“, erklärt der Vorsitzende Ernst-Joachim Saalfeld. Und das nicht nur wegen des Streits um den Welpenverkauf bei Zajac , viel mehr habe „die Mitgliedschaft uns bis auf Kosten für den Verband in den letzten Jahren nichts gebracht“, erläutert er die Vorstands-Entscheidung.

Ernst-Joachim Saalfeld, Vorsitzender des Tierschutzvereins Duisburg. Foto: privat

Schädliches Verhalten in der Öffentlichkeit wirft der Tierschutzbund dem Duisburger Verein vor, weil der seinen Infostand vor dem Laden von Norbert Zajac aufgebaut hat und das neue Geschäftsfeld des Unternehmers nicht kritisiert - dies verletze die Grundlagen des Tierschutzes. Regelmäßig macht der Verein vor dem Zoo-Geschäft in Neumühl Werbung in eigener Sache und verkauft Tombola-Lose. Zwar ist der Tierschutzverein mit seiner Bude auch am Zoo, bei Weihnachtsmärkten und auch vor Lebensmittel-Geschäften präsent, aber der Großteil des Geldes mit dem der Verein die laufenden Kosten etwa für Personal, Futter, Steuern und Tierarztbehandlungen begleiche, komme vor der Neumühler Zoo-Handlung zusammen. „Deshalb lassen wir uns nicht verdrängen. Außerdem gibt uns Zajac keine müde Mark, sondern lediglich die Möglichkeit, unseren Stand kostenlos aufzubauen.“

Keine großen Mitglieder-Beschwerden gegen Stand bei Zajac

Andere Aktivisten aus der Tierschützer-Szene kreiden dem Verein an, dass der sich so mit dem geplanten Welpenverkauf gemein mache. „Ich bin nicht für den Welpenverkauf, meine Meinung kennt Herr Zajac auch. Aber der macht sowieso was er will“, entgegnet Saalfeld dem. “Wir können ihm nur auf die Finger klopfen, indem wir uns Zutritt verschaffen“, argumentiert der Vereinsvorsitzende. Übrigens eine Position, die auch die Mehrzahl der rund 400 Mitglieder stützen soll. „Bei den letzten Mitgliederversammlungen hat es keine großen Beschwerden dagegen gegeben.“

Mit ihrer Ansicht stehen die Duisburger dennoch allein auf weiter Flur, denn der Großteil der Tierschützer würde den Verkauf von Hundewelpen und Katzenkindern in Zoo-Geschäften gerne ganz verbieten. Mit dem angekündigten Austritt scheint dieser Streit unter den Tierschützern zwar fürs erste beigelegt - für den Streit um den Welpenverkauf bei Zajac gilt das noch längst nicht.

Marc Wolko

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Kommentare
30.07.2011
10:29
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von jansoninchen | #15

ich möchte hier einmal einen Text einkopieren dessen Links sich zu lesen lohnen....

Da hier wieder mal so viel unendlicher Blödsinn geschrieben wurde: Hier ist das originale Statement zum Thema Hunde:
http://www.zajac.de/hundeverkauf/

Und ich möchte jedem Tierrechtler hier mal eine Zahl warm durchs Hirn rieseln zu lassen: jedes Jahr werden durch sog. Tierettungsvereine etwa 500.000 Hunde aus dem Ausland nach Deutschland importiert. Ohne vorausgewiesene Vermittlungsstelle. DAS sind die Hunde, die die Tierheime füllen und zum Überquellen bringen.
Und die letztendlich irgendwie an den Mann gebracht werden müssen. Deshalb prügeln die so auf den Zajac ein, man möchte Konkurenz ausschalten. Ich finde, man sollte diesen Tierimport verbieten, oder zumindest so einschränken, dass nur noch Hunde eingeführt werden dürfen, für die auch ein Platz in einer Familie existiert.
Der wahre Horror passiert nicht im Zoohandel, sondern beim selbsternannten Tierschutz: http://www.charitywatch.de/?id=1464

Oder hier:
http://www.doggennetz.de/index.php?option=com_content&view=article&id=320:aua169-horror-spanien-transporte-i-von-galgosat-noch-mehr-tote-tiere&catid=37:tier-a-doggen-schutz-kritik&Itemid=117

Man sollte diesen scheinheiligen Spendensammlern und Hundeimporteuren und möchtegern-Tierschützern die Gemeinnützigkeit entziehen.

#25 von Scoobidoo , am 27.07.2011 um 13:50

04.07.2011
10:23
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Sysiphos | #14

Mal sehen, wann der Tierschutzverein Duisburg dem Hundehändler Zajac den Rücken kehrt ... meistens funktionieren solche Synergien nicht auf Dauer... schon gar nicht bei solcher in meinen Augen verruchter Geschäftemacherei. Wo keine Ehre ist, kann man auch nicht nach Ehre handeln.

1.000 Welpen im Jahr ... da kehrt nie und nimmer Ruhe ein.

Alles eine Frage der Zeit ... mir tut´s nur leid für die Hunde und die blauäugigen Welpenkäufer und letztendlich auch für die Stadt Duisburg, daß sie überhaupt mit sowas konfrontiert wird. Dafür aber darf sie sich mit Steuereinnahmen trösten...wenigstens etwas.

04.07.2011
08:50
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von mike47441 | #13

Gute Entscheidung, diesem obskuren -Dachverband- den Rücken zu kehren.

03.07.2011
18:06
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Tierstimme | #12

Ich möchte lieber nicht wissen aus welchen Kanälen die Hunde und Katzen stammen, jedenfalls nicht aus verantwortungsvoller Hand. Meiner Meinung nach gehören Tiere überhaupt nicht in den Handel egal welcher Art. Es gibt genug Tiere in Tierheimen etc. die ein neues, gutes Zuhause suchen. Für sämtliche Tierarten gibt es mittlerweile Auffangstationen, seien es Wasserschildkröten, Hamster, Kaninchen etc. Auch bin ich der Meinung, dass die Tiere aus dem Süden nicht auch noch hier her gekarrt werden müssen. Sicher, diese Tiere in den Tötungsstationen tun mir auch sehr leid aber auch unsere Tierheime quellen über und manche stehen kurz vor der Insolvenz weil die Tiere kaum noch zu vermitteln sind. Wenn wir den Interessenten unsere Schutzgebühr nennen, bekommen wir oftmals die Antwort dann holen wir uns halt eine Katze aus der Zeitung/Internet. die Leute bedenken aber nicht, dass die Schutzgebühr bereits eine tierärztliche Untersuchung, Kastration und Impfung enthält. Oft rufen diese Leute dann ein paar Monate später an und fragen um Hilfe bezüglich der Bezahlung der kastration oder sonstiger Tierarztkosten. Was die Tiere, insbesondere die Hunde und Katzen bei Zoo Zajac anbelangt, ist in der Regel vorprogrammiert, dass diese Tiere verhaltensgestört sind, weil sie in der Prägungsphase nicht bei der Mutter und nicht bei einer menschlichen Bezugsperson verbracht haben und wo landen sie dann wenn der Halter überfordert ist? Sicher nicht bei Zoo Zajac, ich glaube wohl kaum, dass es eine Garantie oder Gewährleistung auf einwandfreies Funktionieren wie bei einem Kühlschrank gibt. Hier ist der Tierschutz dann wieder die Adresse nach der man schreit. Dass der Tierschutzverein mit seiner Anwesenheit vor dem Zoogeschäft das Treiben mit den Tieren damit unterstützt und für Menschen die sich mit der Materie noch nicht auseinandergesetzt haben ein völlig falsches Signal sendet, ist in meinen Augen eine Charakterlosigkeit sondersgleichen, bestätigt aber den Eindruck den der Tierschutzverein Duisburg bei anderen Tierschutzorganisationen schon seit Jahren hinterläßt.

03.07.2011
00:05
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Christian_Thomas | #11

mit nicht zur Zucht zugelassenen Elterntieren ...

Ich wünschte mir, so mancher Tierschützer, Tierschutzvereinsvorstand und Tierhändler wäre samt seinen Eltern nicht zur Zucht zugelassen worden.

Was hier abgeht ist irgendwie arm, dass es sich nur auf ein paar Hunde bezieht, noch ärmer. Immerhin hat jeder Zooladen reichlich verschiedene Tierarten im Verkaufsprogramm - auch Zajac.

Zajac hat im Regelfall gute, gesunde Tiere. Aber die Preise sind doch reichlich überteuert. Tiere würde ich dort nicht kaufen - auch nicht wenn es CITES-Bescheinigungen mit Goldrand gäbe.

Ein verantwortungsvoller Züchter schaut sich Tierhalter vor dem Verkauf genau an und verkauft auch nicht im Dutzend billiger. Wie die bei Z. beschäftigten, durchaus kompetenten Mitarbeiter das machen wollen/sollen, ist mir ein Rätsel.

Ich habe griechische Landschildkröten (Testudo Hermanni) beim Züchter erworben - bei Zajac traf mich dann fast der Schlag, verlangte Zajac für Gewicht/Grösse vergleichbare Tiere den drei- bis vierfachen Preis.

Andererseits sollte man Tiere wenn überhaupt so teuer wie möglich verkaufen - nur dann achtet der neue Halter den Wert dieser Lebewesen und pflegt sie entsprechend.

Aber oft werden ja auch die letzen Euros für den süssen Bello zusammengekratzt - für den Tierarzt und Tiermedikamente ist dann kein Geld mehr da.

Und schon gar keine Tiere als Geschenk für Kinder kaufen!

Doch bevor man Zajac verteufelt, sollte man erst mal abwarten, wie Zajac die Gehege aufbaut.

Bisher hats wohl noch keiner gesehen, aber alle bölken rum...

Waren die Kommentatoren schon mal in irgendeinem Tierheim? Manches Tierheim müsste wegen der nicht artgerechten Tierhaltung und der chronischen Überbelegung vom Tierschutzverein wegen Tierquälerei und nicht artgerechter Haltung angezeigt und vom Veterinär geschlossen werden.

Doch anstatt erst mal die Tiere aus Tierheimen hier vor Ort zu vermitteln, schleppen sogenannte Tierschützer noch Tiere aus dem Ausland ran, um sie hier zu vermitteln. Und verteufeln andere, ohne deren Anlagen gesehen zu haben.

Irgendwie widerspricht sich so einiges, was die so genannten Tierschützer von sich geben.

Es ist immer viel leichter, auf andere mit dem Finger zu zeigen, statt selbst alles richtig zu machen.

Würde der Gesetzgeber Tiererwerb und Tierhaltung z.B. von bei entsprechenden Volkshochschulkursen erworbenem und nachgewiesenem Fachwissen abhängig machen, wäre so manchem Lebewesen schon viel weiter geholfen.

02.07.2011
21:47
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Sysiphos | #10

So ist es Klingston.

Alles eine Sache des Marketings.

Allerdings wird das interne Qualitätsmanagement ihn nicht schützen vor Reklamationen bezüglich HD, ED, Patellaschäden, erblichen Augenerkrankungen, Herzerkrankungen, erblich bedingter Aggressivität und Hyperaktivität und vielem mehr. Er kann vielleicht ausschließen, daß aktuelle Infektionskrankheiten vorliegen, aber sonst ist mit allem zu rechnen.

Im Grunde sollte es keine Ups-Würfe geben dürfen, denn es sind gesundheitliche Wundertüten von nicht auf Erbkrankheiten untersuchten Eltentieren (das gilt auch für Mischlinge). Mit einer Allgemeinuntersuchung im Haus Zajac kann man solche Dinge nicht feststellen. Man geht mit jeder Einfach-So-Verpaarung wissentlich ein Risiko für die Welpen ein und Unkundige riskieren auch das Leben der Mutterhündin einfach so. Und das ist auch keine Panikmache oder Schlechtmachen ... es ist die Realität ... nicht ohne Grund gibt es die sogar zum Teil gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen in der Hundezucht und ist das Anforderungsprofil für seriöse Hundezüchter und die Zuchthunde so hoch. Privatleute und Vermehrer kümmern sich darum in der Regel nicht ...

Diese Hunde dann noch in großem Stil mit Glamour verkaufen zu können und zu dürfen spricht eben für eine Kundschaft, die sich blenden läßt und eben nicht gut informiert ist und vor allen Dingen auch für arge Gesetzeslücken...

Er und auch die Tierärzte vor Ort können nicht in die Welpen hineingucken und wissen, ob sie Erbkrankheiten als erwachsener Hund haben werden ... das können seriöse Züchter zum Teil auch nicht, aber letztere haben wenigstens alles durch entsprechende medizinische Fachuntersuchungen und Gentests getan, um das Abwendbare abzuwenden.

Es ist alles meiner Meinung nach nicht zu Ende gedacht! Und wer sind die Haupt-Leidtragenden dabei?

Allerdings wundert es mich sehr, daß trotz der Negativerfahrungen von soo vielen Leuten, die bei anderen Hundehändlern gekauft haben und dieses in die Öffentlich bringen, es diese Hundehändler immer noch gibt. Ich kann´s mir nur so erklären, daß diese Hundehändler die Hunde letztendlich verramschen ... es über den Preis aufrecht erhalten werden kann. Bleibt am Ende auch bei Zajac doch nur die zu Spontankäufen einladende Verramschung???

02.07.2011
11:44
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Kingston | #9

Harke4711 - um die Sache Tier mal wieder zu versachlichen - wenn ich 1000Euro für etwas zahlen soll, erwarte ich nicht ein 200 Euro Produkt zu erwerben.

Zajac kann seine Welpen nur aus dubiosen, unseriösen Quellen oder Zufallswürfen mit nicht zur Zucht zugelassenen Elterntieren von Nichtzüchtern, Vermehrern oder aus Massenzuchten beziehen, denn von keinem wirklichen und seriösen Züchter bekäme er jemals einen Welpen. Kein seriöser Züchter gibt Welpen an Zwischenhändler ab.

Eigentlich muss man Zajac bewundern, wie er es schafft den Leuten weiszumachen, dass es einen Markt für solche Welpen nur bei ihm gibt - Schnäppchenwelpen gibt es leider wie Sand am Meer - das Internet ist voll davon - nur Zajac verkauft diese 200 Euro Welpen demnächst zum fünffachen Preis, weil er sie nett hinter Schaukästen präsentiert und nicht im Karton wie auf Polenmärkten.
Wenn ich aber einen Porsche möchte - für einen Mercedes bezahle, dann erwarte ich nicht einen Trabbi - aber die Käufer, die sich von Zajac so einlullen lassen, dass sie viel Geld für wenig Hund bezahlen, die sind sowieso nicht die Zielgruppe von seriösen Züchtern.

02.07.2011
08:54
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Sysiphos | #8

Zitat Sahnschnittchen Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe, dem Norbert Zajac selbstverständlich nicht angehört, hat sich schon vor sechs Jahren verpflichtet, keine Hunde an Geschäftsmänner wie Zajak zu verkaufen.

Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe züchtet keine Hunde und verkauft sie auch zugekauft generell nicht (aus Überzeugung).

Es gibt aber auch Zoofach-Betriebe, die dem ZZF nicht angehören, die bereits schon länger Hunde verkaufen (aus was weiß ich für Quellen). Da es nicht in den Dimensionen und mit der öffentlichen Lobby passiert ist wie nun in Duisburg vom weltgrößten Zoogeschäft geplant, war´s leider viel zu still bisher dazu.

Mir persönlich aber wäre der kleine Zoofachhändler lieber, der seine Welpen tagsüber mit ins Geschäft nimmt und abends und am Wochenende mit nach Hause als das, was da jetzt in Duisburg geplant ist.

Da die Menschen immer unvernünftiger werden, wird´s nun Zeit für ein gesetzliches Verbot von Verkauf von Hunden im Zoofachhandel, in Massenverkaufsstätten....

Man überlasse es doch den seriösen, organisierten und überprüften Züchtern und denjenigen, die sich den Tieren in Not annehmen.

Daß auch die Prägung von Welpen in Tierheimen (die dort aus welchen Gründen auch immer landen) oftmals nicht optimal läuft sollte Geschäftstüchtigen nicht das Recht geben, aus der Not eine Tugend zu machen!

02.07.2011
08:34
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Harke4711 | #7

/Sahneschnittchen

Einen Hund aus dem Tierheim käme für mich nie in Betracht.

Und um die Sache Tier, so wie Du, zu vermenschlichen : Wenn ich Vater werden will, hole ich mir auch kein Kind aus Banglah-Desch !!!

02.07.2011
07:55
Tierschutzverein Duisburg will nach angedrohtem Rauswurf aus Dachverband austreten
von Sahneschnittchen | #6

Es ist kein Wunder, dass Zajak seine Welpen-Verkaufsware nicht über seriöse Züchter, sondern durch ominöse Privatzuchten einkauft. Die Verbände der seriösen Züchter haben im März entschieden, dass sie Zoofachhändlern keine Hunde überlassen. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe, dem Norbert Zajac selbstverständlich nicht angehört, hat sich schon vor sechs Jahren verpflichtet, keine Hunde an Geschäftsmänner wie Zajak zu verkaufen. Die Begründung lautete damals wie heute: Bei Welpen stellt die Prägungsphase außerordentlich hohe Anforderungen an Bezugspersonen und Umgebung der Tiere. Diese sind im Zoofachhandel nur schwer zu erfüllen. Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes: Zoo Zajac hält sich aus Profitgründen nicht an diesen Konsens der Zoofachhändler. Michael Grewe, Leiter des Zentrums für Kynologie Canis: Aus verhaltenspsychologischer Sicht habe ich große Bedenken. Welpen brauchen unbedingt feste Bezugspersonen (Halter oder Hündin). Ansonsten istdie Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Tiere verhaltensauffällig (beispielsweise überängstlich) werden, spätere Besitzer überfordert seien und die Hunde bald in ohnehin überfüllten Tierheimen landen.

Was mich persönlich ärgert, ist die Absicht von Zajak seinen Profit mit dem gezielten Verkauf von Trendhunden wie Britische Bulldoggen oder Boardercollies zu maximieren = Originalzitat Zajak. Der Boarder (wie auch,Husky, Terrier, Drahthaar/Schnauzer und Schäferhund und viele andere) ist aufgrund seiner genetischen Veranlagung ein intelligenter Arbeitshund der artgerecht und sehr zeitaufwendig beschäftigt werden muss. So ein Hund verkümmert seelisch, wenn er von Couchpotatos wie Liselotte Müller oder Heinz Kowalski (fiktive Namen) gekauft wird, weil er doch als Welpe in der Zoohandlung Zajak da er gerademal so süss aussieht gekauft wurde. Die Bullldoge ist aufgrund von jahrzehntelanger fehlgeleiteter Züchtung ( z.B Rückbildung der Nase aus optischen Gründen, Resultat mangelnde Atmung) ein hoher Kostenfaktor was die Tierarztkosten anbelangt. Und die lohnabhängigen Angestellten von Zajak werden sicherlich nicht auf diesen Faktor hinweisen. Diese Hunde landen dann oft im Tierheim. Ich selber habe viele Pflegehunde aus Tierheimen aufgenommen, weil die Käufer aus diesen dubiosen Quellen unbedacht und ohne Kenntnisse über die jeweilige Wesensart sich einen ach so süssen Hund zugelegt haben und im Alltag aufgrund der Fehlhaltung gescheitert sind. Diese Hunde landen dann im Tierheim, weil Liselotte Müller und Heinz Kowalski sich vorher nicht über die Bedürfnisse der jeweiligen Rasse durch Fachleute - und nicht durch lohnabhängiges Verkaufspersonal a la heute Hund morgen Gebrauchtwagen oder Unterwäsche- informiert haben.

Unabhängig von diesem Statement, empfehle ich jedem der sich einen Hund zulegen möchte: Kauft eure Hunde nicht in irgendwelchen Zoohandlungen - schon gar nicht bei Zajak- sondern besucht die örtlichen überfüllten Tierheimen. Da warten sehr viele liebenswerte Hunde z. T. sehr lange bis ewig auf ein neues Zuhause.

Abschliessend sei gesagt, für mich als echte Hundeliebhaberin sind rein kapitalorientierte Wesen wie Zajak und Saalbach einfach nur ein Graus. Punkt, Ende, Aus.

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