Tierschützer setzen Belohnung für Hinweise auf Schildkröten-Quäler aus
12.07.2012 | 16:47 Uhr 2012-07-12T16:47:00+0200
Duisburg. Nach der tödlichen Attacke eines Besuchers gegen eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte im Duisburger Zoo haben Tierschützer eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise auf den Täter ausgesetzt. Sie fürchten, dass der Angreifer psychisch krank ist und auch Menschen gefährden könnte.
Nach dem Angriff auf eine Gelbwangen-Schmuckschildkröte im Zoo Duisburg haben Tierschützer jetzt eine Belohnung für Hinweise auf den Täter ausgelobt. 500 Euro will die Tierrechtsorganisation „Peta Deutschland “ zahlen, wenn ein möglicher Zeuge sein Schweigen bricht und dadurch der Tierquäler gefunden wird.
Am vergangenen Sonntag hatte eine Tierpflegerin im Duisburger Zoo eine stark blutende Schildkröte entdeckt. Der Rückenpanzer des Tieres war aufgebrochen. Trotz umgehender Behandlung durch eine Tierärztin kam für die Schildkröte jede Hilfe zu spät. Das Tier musste eingeschläfert werden. Offenbar hatte ein Besucher das wehrlose Tier aus seinem Gehege genommen und mit voller Wucht gegen einen Stein geschleudert. „Wer tut so etwas“, fragte nicht nur Dr. Jochen Reiter, der wissenschaftliche Leiter des Tierparks, nach dem grausigen Fund.
Ein mögliches Szenario, das den Hergang der Tat erklären könnte, beschrieb DerWesten-Leser „Mondschatten“ jüngst in einem Kommentar: Eventuell habe ein unbeaufsichtigtes Kind das Tier als Spielzeug betrachtet, habe es angefasst und sei gebissen worden. Erschrocken, so das Gedankenspiel, habe das Kind das Tier fallen lassen, wobei es dann auf einen Stein gefallen und verletzt worden sein könnte. Möglich wäre auch, dass eine aufgebrachte Mutter oder ein Vater sein Kind vor dem Schildkröten-“Angriff“ habe retten wollen und dabei das Tier getötet hat. Alles Spekulation.
Schwerwiegende psychologische Störungen der Täter
„Tierquälerei ist eine Straftat“, sagt Charlotte Köhler von Peta Deutschland. „Wenn wir eine Belohnung ausloben, erhalten wir oft hilfreiche Hinweise auf die Identität der Tierquäler.“ Hoffnung, dass sich jetzt noch ein Zeuge meldet, sei daher berechtigt, obgleich die Erfolgsaussichten von Fall zu Fall sehr unterschiedlich seien.
Wichtig sei die Aufklärung des Falls aber auch aus einem weiteren Grund: „Kaltblütigen Handlungen gegenüber Tieren liegen oft schwerwiegende psychologische Störungen der Täter zugrunde. Möglicherweise schrecken der oder die Täter auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück“, schreiben die Tierschützer in einer Pressemitteilung. „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“
Der Bereich des Duisburger Zoos, in dem die Schildkröten leben , ist nicht an ein Video-Überwachungssystem angeschlossen. Das macht die Suche nach dem Täter schwierig. „Wir haben den Vorfall bislang nicht zur Anzeige gebracht“, sagt Zoo-Vertreter Reiter. „Es gibt keine Hinweise, daher wird auch die Polizei nichts machen können.“ Der Entscheid der Zooleitung, den Vorfall nicht anzuzeigen, rühre auch daher, dass der Sachwert einer Schildkröte schwer zu bemessen sei: „Es ist vornehmlich ein ideeller Wert. Besonders unsere Tierpfleger haben schließlich eine sehr intensive Bindung zu den Tieren.“ Die Pflegerin, die am Sonntag das schwer verletzte Tier entdeckt hatte, war sofort schockiert in Tränen ausgebrochen.
Ein Tier ist gequält worden, bis hin zum Tod
Sollte Peta Deutschland mit der aktuellen Aktion einen entscheidenden Hinweis erhalten, werde die Organisation selbst Anzeige erstatten wegen Tierquälerei, so Sprecherin Köhler.
Dass der Zoo nun Unterstützung durch die Tierschützer bekomme, begrüßt Reiter: „Das höre ich gerne“. Man sei sich offenbar einig: Ein Tier ist gequält worden, bis hin zum Tod – das könne niemand hinnehmen.
Dennoch werden Zooleitung und Peta Deutschland auch zukünftig keine Freunde. Die Tierschützer lehnen die Tierhaltung in Zooparks ab und fordern ein Umdenken: „Zoologische Einrichtungen sollten künftig nur noch als Auffangstationen für Tiere betrieben werden, die sich in Notlagen befinden – wie etwa jene aus Zirkusbetrieben“. – „Das hingegen ist ein Standpunkt, den ich grundsätzlich nicht teilen kann“, sagt Reiter.
Hinweise, die zur Ermittlung und Überführung des Täters führen, können Zeugen unter der Telefonnummer 0173/657 56 68 an Peta-Kampagnenleiterin Charlotte Köhler geben oder an die Polizei.

11:50
Woher wollen Sie wissen, ob diese Personen es nicht "besser" machen, als PETA? Nur weil sie hier kein ausführliches Exposé über die eigenen Aktivitäten in Sachen Tier- und Artenschutz abliefern.
WAS sie hier aber tun, ist eine andere Sache, nämlich Aufklärung und Informationen zu liefern, die den meisten aus der gängigen Berichterstattung nicht entnehmbar sind, wenn eben etwa wie in diesem Beispiel, Organisationen jedweder gestiger und ideologischer Ausrichtung gleichermaßen als "Tierschützer" bezeichnet werden. Denn es ist meiner Meinung nach ein Schlag ins Gesicht jedes Menschen, der in seiner Freizeit in Bäume klettert, um Fledermauskästen aufzuhängen o.ä, seine Arbeit gleichzusetzen mit reinen Demonstrations- und Protestclubs (und damit meine ich nicht ausschließlich und explizit PETA). Alle diese Organisationen sind auf Spenden angewiesen. Da ist es dringen angeraten, sorgfältig zu differenzieren und zu informieren.
20:55
...euer Peta-Gebashe nervt aber langsam mal meint ihr nicht? Jedesmal wenn sie irgendwo in den Nachrichten auftauchen kann man schon die Sekunden runterzählen bis der Erste losposaunt. Peta ist bestimmt keine vorbildliche Organisation wenn es um Tier-/Naturschutz geht, da gibt es weitaus bessere. Aber dass ihr euch *jedes Mal* aufs neue darauf stürtzt zeugt eigentlich nur davon dass manche Leute eine Entschuldigung suchen, selbst nichts zu unternehmen gegen Misstände dieser Art. Und damit meine ich bestimmt nicht die Schildkkröte im Zoo. Ein bisschen Rumplärren von vermeintlichen "Weisheiten" in irgendeinem Online-Forum ist eben einfacher und lässt einen schlau darstehen. Was tut ihr persönlich besser, was Peta schlecht macht?! Richtig, also bitte setzen und Mund halten...
13:22
Ein Musterbeispiel wie man dazu aufrufen kann psychisch kranke Menschen zu jagen. Natürlich ist das was passiert ist mies und nicht schön. Auch kann man durchaus eine Belohnung dafür ausloben, dass der oder die Täter erwischt werden, wenn es sich wirklich um eine strafrechtlich relevante Tat handelt. Aber dies dann in Verbindung mit psychisch kranken Menschen zu bringen ist der letzte Scheiss und da kommt mir das kotzen hoch.
Schäm dich, Peta!
10:42
Peta bietet 500 € an. 500 €, die Peta vielleicht niemals zahlen muss, weil der Verursacher des Schildkröten-Tods wohl nicht gefasst werden kann. Aber um mal wieder in die Schlagzeilen kommen, ist Peta auch dieses scheinheilige Mittel recht. Eine Announce im "Westen" wäre sicher deutlich teurer. Ihren Namen in der Zeitung zu sehen, das ist meiner Ansicht nach alles, was Peta mit dieser Aktion beabsichtigt. Wie der Kommentator in #6 schon schreibt. Peta ist KEINE Tier-SCHUTZ-Organisation!
09:49
Dieser Planet könnte das schönste im Universum sein, wenn die Seuche Mensch nicht wäre.
09:44
Selbst wenn es ein "Unfall" war, wie im Bericht u.a. vermutet wird, so ist es feige, ein schwerverletztes Tier sich selbst zu überlassen.
23:17
Laut dem Hamburger Landgericht, ist es rechtskräftig erlaubt, zu verbreiten, dass Peta-Aktivisten, Straftaten nicht scheuen, um ihre Ziele durchzusetzen.
Auch eine Verurteilung wegen Volksverhetzung hat Peta bereits hinter sich.
Die Peta-Spendengelder gehen laut Jahresbericht zu 25% ( eine halbe Million Euro !!! ) rein in Personalkosten, obwohl nur ein einziges Büro betrieben wird.
Der Rest geht in Marketingkampagnen, um neue Spendengelder zu erwirtschaften.
Peta weist darüberhinaus sektenartige Strukturen auf und wird zentral, ohne Mitspracherecht der Mitglieder betrieben.
In den USA tötet Peta jährlich mehrere tausend Hunde und Katzen, die ihnen zum Schutz anvertraut wurden.
Dies sind Fakten!
Peta ist keine Tierschutzorganisation, sondern ein Tierrechtsverein.
Tierschützer wollen Tieren ein möglichst angenehmes Leben verschaffen.
Tierrechtler wollen jegliche Tierhaltung abschaffen.
18:36
Gibts ja fast gar nicht, dass keiner was gesehen haben will. An eine Familie mit Kindern denke ich da weniger, eher an eine Jugendgruppe.
18:30
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18:24
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