Tierschützer fordern Auskunft zur Delfin-Haltung im Zoo Duisburg

Delfine im Zoo Duisburg. Das Delfinarium am Kaiserberg gehört zu den letzten drei Delfinarien in Deutschland. Tierschützer verlangen Auskunft über die Haltung. Archivbild: Friedhelm Geinowski
Delfine im Zoo Duisburg. Das Delfinarium am Kaiserberg gehört zu den letzten drei Delfinarien in Deutschland. Tierschützer verlangen Auskunft über die Haltung. Archivbild: Friedhelm Geinowski
Foto: NRZ

Duisburg/Hagen.. Bei einer Demonstration vor dem Zoo Duisburg wollen Tierschützer des Wal- und Delfinschutz-Forums und der Organisation ProWal Zoodirektor Achim Winkler ein Revisionsurteil übergeben: Der Zoo soll Auskünfte über seine Delfin-Haltung geben.

Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) aus Hagen fordert gemeinsam mit der Organisation ProWal detaillierte Auskünfte über die Delfinhaltung im Duisburger und im Nürnberger Zoo. Um ihre Forderungen an die Betreiber der Delfinarien durchzusetzen zu setzen, sind die Organisationen vor Gericht gezogen.

Seit Donnerstag ist ein Revisionsurteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs rechtskräftig, das den Nürnberger Tiergarten verpflichtet, Tierschützern Einsicht in die Haltungsunterlagen des Delfinariums zu gewähren. Das gelte auch für den Duisburger Zoo – behaupten zumindest die beiden Tierschutzorganisationen.

Neun Delfin-Babys und sechs ausgewachsene Tiere verendet

Am Sonntag, 14. August, wollen sie das Urteil Zoodirektor Achim Winkler um 11 Uhr bei einer Demonstration vor dem Duisburger Zoo übergeben. Der WDSF erklärte, dass das NRW-Umweltministerium auf Anfrage im Juli bestätigt hätte, dass in Duisburg in den vergangenen 20 Jahren neun Delfinbabys und sechs erwachsene Tiere verendet seien. Die Stadt Duisburg als Träger des Zoos hätte bislang jede Einsicht in die Unterlagen verweigert.

Das WDSF fordert die Schließung der letzten drei deutschen Delfinarien in Münster, Duisburg und Nürnberg.