Tierpfleger für eine Woche

Maite Kelly im Duisburger Zoo. Sie unterstützt das NKL-Projekt.
Maite Kelly im Duisburger Zoo. Sie unterstützt das NKL-Projekt.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Tierpfleger wollen sie werden, Thomas Weigert aus Würzburg, Irmgard Vahle aus Illschwang, Susanne Kilbertus aus Altenstadt und Heike Topp aus Detmold, zumindest eine Woche lang im Duisburger Zoo. Dafür nehmen sie auch freiwillig die Mistgabel in die Hand. Die Norddeutsche Klassenlotterie ermöglicht über 50-Jährigen Schnupperpraktika in Traumberufen.

Trotz klirrender Kälte hat gestern im Duisburger Zoo der Bewerbertag für die vier Tierfreunde stattgefunden. Nur einer der Teilnehmer wird sich im Frühjahr eine Woche lang auch Tierpfleger nennen können. Thomas Weigert wollte als Kind immer Tierarzt werden. Heike Topps Traumberuf war Tierpflegerin. Irmgard Vahle ist mit Tieren auf einem Bauerhof groß geworden und Susanne Kilbertus arbeitet ehrenamtlich in einem Tierheim. Alle vier durften ihre Leidenschaft für Tiere unter Beweis stellen.

Keine Scheu vor großen Tieren

Mental sowie körperlich tatkräftig unterstützt wurden die Teilnehmer dabei von Maite Kelly. Um anderen einen Traum zu erfüllen schlüpft die Sängerin gern in die Gummistiefel. „Es ist wichtig, Dinge auszuprobieren. Ich bin selbst ein Mensch, der viel ausprobiert. Man muss einfach versuchen, den eigenen kleinen Herzenswünschen nachzugehen und Chancen zu nutzen“, sagt die 34-Jährige, deren Tochter auch Tierärztin werden möchte.

Als erstes wurde die Mistgabel in die Hand genommen, die Bewerber mussten Ponyställe ausmisten. Danach wollten Ziegen gefüttert werden, die die Teilnehmer schnell gierig umzingelten. Für die letzte Bewährungsprobe kletterten die Bewerber und Maite Kelly ins Robbengehege. Hier durften die Kandidaten weder Scheu vor den großen Tieren noch Ekel vor den Futterfischen zeigen.

Wie ein Altenpfleger für Tiere

Der Tag im Zoo sollte an sich schon ein Erlebnis darstellen. Daher wird der Gewinner des Zoopraktikums auch erst in der nächsten Woche bekannt gegeben. Volker Grün vom Duisburger Zoo freut sich auf den zusätzlichen Helfer. Gleichzeitig betont er aber, „der Beruf Tierpfleger ist ein Knochenjob. Tierliebe allein reicht dafür nicht aus. Man ist sowas wie ein Altenpfleger für Tiere. Schließlich können sich die Tiere nicht selbst versorgen“. Tierpfleger müssen pünktlich und zuverlässig sein und von ihnen wird erwartet, dass sie offen auf Besucher zugehen.

Maite Kelly freut sich schon auf den Sommer. Sie möchte dann mit ihren Kindern den Duisburger Zoo besuchen.