Tierpark freut sich über seine Kinderstube

Für den Zoologischen Leiter Jochen Reiter war 2014 ein erfreuliches Jahr. Die neue Luchs- und Wildkatzenanlage gibt den bedrohten heimischen Tierarten einen prächtigen Auslauf. Er gibt den Zoo-Besuchern einen Tipp: Sie sollten sich den betagten Luchs-Senior und seine drei jungen Artgenossen genau ansehen: „Der alte Kerl ist zwar richtig aufgeblüht, aber man sieht wie bei Menschen im Gesicht ganz deutlich den Altersunterschied.

Große Hoffnungen hat der Zoo-Kurator, dass es bei den zuvor getrennt lebenden Riesensalamandern im neuen gemeinsamen Gehege vielleicht Nachwuchs gibt. Letzte Ultraschall-Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass es sich bei den beiden Exemplare der größten lebenden Amphibien-Art um Männchen und Weibchen handelt. Reiter: „Eine Nachzucht wäre eine Sensation.“

Einträchtige Bärenfamilie

Zoologische „Vaterfreuden“ hatte Reiter auch bei der Geburt des Flusspferdbabys vor wenigen Wochen; seitdem lebt im Tierpark eine Drei-Generationen-Familie mit der noch aus dem afrikanischen Liberia stammenden Oma. Prächtig klappt auch das Familienleben bei den Brillenbären, die gemeinsam durch ihr neues Freigehege stromern können. Stunden saßen Tierpfleger und Zoologen vor der Anlage, als Mutter, Vater und Sohn im Sommer erstmals zusammenkamen. Oft genug gibt es Ärger zwischen Vater und Sohn – in Duisburg verstehen sich Huanca, Pablo und Sohnemann Quito prächtig.

Auf Nachwuchs hofft Reiter natürlich auch bei den Tigern. Im Sommer wird das Männchen El-Roi aus München in sein neues Domizil zurückkehren. Bis dahin hofft der Zoo, über der europäische Zuchtprogramm ein passendes Weibchen gefunden zu haben, das der Sibirischen Tigerart, von der nur noch wenige hundert Tiere in freier Wildbahn leben, eine Nachzucht beschert.