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Thyssen-Krupp klagt weiter

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Thyssen-Krupp gibt nicht nach. Der Konzern, der als Mitglied des sogenannten Schienenkartells durch seine Duisburger Tochter in die Schlagzeilen geriet, fordert weiterhin Millionen von einem Ex-Manager, den er für mitverantwortlich an den illegalen Preisabsprachen hält. Zur Zahlung von 191 Millionen Euro Geldbuße hatte das Kartellamt Thyssen-Krupp verpflichtet. Diese Summe möchte der Konzern von seinem Ex-Manager wiederhaben. Nachdem das Unternehmen mit diesem Ansinnen beim Arbeitsgericht Essen gescheitert war, geht es seit gestern in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf weiter.

Thyssen-Krupp und sieben andere Unternehmen, darunter die österreichische Voestalpine, hatten sich auf überhöhte Preise für Bahngleise und Weichen verständigt und damit vor allem die Deutsche Bahn geschädigt. Rund zehn Jahre lang - von 2001 bis 2011 - hatten sich die Firmen laut Kartellamt zu Lasten von Nahverkehrs-, Privat- und Industriebahnen abgesprochen.

In erster Instanz hatte der Ex-Manager gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber gewonnen, weil der Konzern weder dessen Beteiligung noch die Kenntnis der Absprache oder auch nur fahrlässige Unkenntnis habe belegen können.

Svenja Aufderheide

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