Therme im Teufelskreis

Die Neustrukturierung der Revierparks ist dringend notwendig, anders kommen sie aus dem Dilemma nicht heraus: Denn eigentlich müsste die Niederrhein-Therme investieren, ihre Attraktivität steigern, zum Beispiel mit dem geplanten Saunadorf. 100 Gäste mehr am Tag, also rund zehn Prozent, fehlen der Therme, um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Doch für solche Investitionen fehlt das Geld, der RVR spricht längst von einem „Sanierungsstau“ in seinen Parks. Es ist ein Teufelskreis für die Betreibergesellschaft, aus der sie selbst keinen Ausweg finden wird.

1,2 Millionen Euro an Zuschuss alleine in diesem Jahr: Das hört sich nach viel an, relativiert sich aber im Vergleich mit der Subvention von anderen öffentlichen Einrichtungen. Die sechs öffentlichen Bäder der Stadt benötigen dieses Jahr einen Zuschuss von stolzen acht Millionen Euro, weil die angestrebten 613.000 Badegäste nur 2,8 Millionen Euro an Eintritten in die Kasse spülen. Somit wird jeder Besuch in einem städtischen Hallen- oder Freibad mit rund 13 Euro subventioniert. Bei der Oper sind es gar 66 Euro, wie der Steuerzahlerbund jüngst errechnet hatte. Im Revierpark Mattlerbusch — von den vielen Besuchern der kostenlos zu nutzenden Parkanlagen ganz abgesehen — wird jeder Badbesuch in diesem Jahr mit gerade einmal 3,90 Euro subventioniert, vor zwei Jahren waren es sogar nur 1,50 Euro.