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Kulturhauptstadt 2010

Theatertreffen der Akzente im "Hafen der Kulturhauptstadt"

15.12.2009 | 10:00 Uhr
Theatertreffen der Akzente im "Hafen der Kulturhauptstadt"

Duisburg. Auch das Theatertreffen der Akzente 2010 ist dem Motto „Hafen der Kulturhauptstadt” angepasst. Keine leichte Aufgabe für Michael Steindl, den Künstlerischen Leiter Schauspiel am Duisburger Theater, dem Thema entsprechende Stücke auszuwählen.

Nicht erst ab dem 1. Januar 2010 dominiert der Titel Kulturhauptstadt auch das kulturelle Leben in Duisburg. Längst wirft das ereignisreich geplante Jahr seine Schatten voraus. Alles wird in das Programm des kommenden Jahres eingegliedert, auch die Akzente, die dasselbe Motto „Hafen der Kulturhauptstadt” tragen.

Keine leichte Aufgabe für Michael Steindl, den Künstlerischen Leiter Schauspiel am hiesigen Theater, dem Thema entsprechende Stücke für das Theatertreffen der Akzente auszuwählen. Da muss man manchmal etwas um die Ecke denken, um die Verbindung hinzukriegen. Aber wen stört das schon, wenn ihm dafür Begegnungen mit dem Deutschen Theater Berlin, dem Wiener Burgtheater, der Familie Flöz und dem Berliner Theater Strahl, das sich mit „Klassse Klasse” in Duisburg eine riesige Fan-Gemeinde erspielt hat, in Aussicht stehen?!

Große Schauspielkunst

"Immanuel Kant" ist ein Gastspiel des Bürgtheaters Wien mit Miachael Maertens, Hans-Michael Rehberg und Sunnyi Melles.

Vom 23. Mai bis zum 3. Juni 2010 bieten die Akzente sechs Vorstellungen im Großen Saal des Hauses. Leider jeweils nur einmal zu sehen: „Immanuel Kant” in der Regie vom Matthias Hartmann am 24. Mai und „Sturm” in der Regie von Barbara Frey am 3. Juni.

Prominent besetzt ist vor allem Thomas Bernhards Komödie um den Königsberger Philosophen, der mit Frau, Bruder und einem Papagei auf einem Luxusliner in die USA schippert und das ganze Schiff mit seinen Belehrungen tyrannisiert. Michael Maertens, Sunnyi Melles und Hans-Michael Rehberg sind jeden Besuch dieses Abends wert.

Drei Schauspieler beim "Sturm"

Von Shakespearschen Dramen ist man eher viel Personal gewohnt, zuweilen so viel, dass man gern mal den Überblick verliert. Das passiert bei der „Sturm”-Inszenierung garantiert nicht. Die kommt mit drei Schauspielern aus, aber mit was für welchen: Maria Happel, Joachim Meyerhoff und Johann Adam Oest.

Auf große Schauspielkunst mehr als auf Kostüme und Kulissen setzte auch der in diesem Jahr mit 65 viel zu früh gestorbene Jürgen Gosch. Seine hymnisch bejubelte Inszenierung von Tschechows „Möwe” steht am 1. und 2. Juni auf dem Programm mit Corinna Harfouch und Meike Droste.

Großes aus der Garage

"Garage d'or" wird am 28. Mai im Theater Duisburg uraufgeführt.

Mit einer Uraufführung kehrt die Familie Flöz nach Duisburg zurück. In Koproduktion mit dem hiesigen Theater ensteht derzeit das Stück „Garage d'or”, in dem es um vier Männer geht, die sich immer wieder in ihre Garage zurückziehen, um dort Großes auszubrüten. Zu sehen vom 28. bis zum 30. Mai.

Eine weitere Koproduktion – diesmal mit dem Theater Strahl und der Produktion Kopfstand aus Zürich steht im Foyer III am 26. und 27. Mai an: „52,3 Grad Nord”. Dieser Breitengrad verläuft mitten durch Berlin, und aus der Bundeshauptstadt stammen auch die Geschichten von Jugendlichen zum Thema Fremdsein, die zu diesem Stück verarbeitet wurden. Steindl verspricht allerdings auch Duisburger Komponenten.

Mercator-Projektionen

Der Jugendclub Spieltrieb ist ebenfalls im Programm vertreten mit einer Produktion, die sich des berühmten Kartografen annimmt, dessen Name auch heute noch allgegenwärtig in Duisburg ist: „Mercator-Projektionen”.

Freunde der leichten Muse kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Geschichten, Gedichte und Lieder rund um die Seefahrt, Wasser, Wind und Sterne präsentieren Siegfried Rauch, Horst Naumann und Frank Golischweski „An der Reling” am 30. und 31. Mai im Opernfoyer.

Ulla Saal

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Kommentare
15.12.2009
10:52
Theatertreffen der Akzente im Hafen der Kulturhauptstadt
von Susanne R. aus D. | #1

Skandal!

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82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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