TaM-Verkauf verzögert sich

Der geplante Vertragsabschluss vor dem Jahreswechsel zum Verkauf des Theaters am Marientors (TaM) ist nach NRZ-Informationen überraschend geplatzt. Seit Wochen hatten sich die Verhandlungen auf den Abschlusstermin am 30. Januar fokussiert: An dem gestrigen Dienstag sollten die Kaufverträge beim Notar unterschrieben werden. Doch der Termin wurde kurzfristig abgesagt.

Die Verhandlungen sollen jedoch nicht gescheitert, sondern vielmehr der Termin zum Vertragsabschluss auf Januar verschoben worden sein.

Dennoch wirft die Verschiebung Fragen auf: Wie berichtet wollte das Düsseldorfer Musical-Unternehmen „Mehr! Entertainment“ den Kaufvertrag noch in diesem Jahr unter Dach und Fach bringen, um nicht die zum Jahreswechsel vollzogene Erhöhung der Grunderwerbssteuer mittragen zu müssen. Bei einer Kaufsumme von 2,5 Millionen Euro macht der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses einen Steuer-Unterschied von immerhin knapp 40.000 Euro aus.

Der Erwerber des Theaters, das sich im Besitz einer städtischen Gebag-Tochter befindet, würde mit dem Kauf ohnehin ein eher geringes Investitionsrisiko eingehen: Der Großteil des Kaufpreises ist alleine schon durch die Mieteinnahmen der Philharmoniker gedeckt: Die Stadt zahlt bis zur angestrebten Wiedereröffnung der Mercatorhalle im Jahr 2016 bis zum Ende der Spielzeit 2015/16 an das TaM als Ausweichstätte eine Miete von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro. Das 12.000qm große Grundstück mit dem TaM liegt zudem in direkter Innenstadtlage, ließe sich bei den entsprechenden Bodenpreisen sicher auch nach einem Abriss des TaM für einen Millionen-Betrag versilbern. Dennoch hatte die Stadt jahrelang erfolglos versucht, das TaM zu verkaufen.