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TaM soll Spielstätte bleiben

25.01.2013 | 18:19 Uhr
TaM soll Spielstätte bleiben
Zum Theater am Marientor gibt es nach der Schließung der Mercatorhalle keine AlternativeFoto: Friedhelm Geinowski

Duisburg. Die Grünen wollen das Theater am Marientor (TaM) als Ausweichspielstätte sichern – und dürften damit offene Türen einrennen. Die Gesamtfraktion will bei ihren Kooperationspartnern SPD und Linke dafür werben, den Ratsbeschluss vom 12. Dezember 2011 zu überdenken, der den Verkauf des Theaters am Marientor (TaM) vorsieht. „Solange die Mercatorhalle nicht bespielbar ist, brauchen wir dringend eine Ausweichspielstätte, um das kulturelle Programm aufrecht erhalten zu können“, so Fraktionssprecherin Claudia Leiße.

Alternativ-Hallen zu klein

Auch die Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG) benötige Planungssicherheit. Daher wollen die Grünen den Verkauf des TaM an die Bedingung knüpfen, dass das Theater bis zur Wiedereröffnung des großen Saals der Mercatorhalle für die dort geplanten Veranstaltungen weiterhin zur Verfügung steht. Außerdem soll die DMG über Juni 2013 hinaus Buchungen vornehmen dürfen.

Beatrix Brinskelle, kulturpolitische Sprecherin: „Eine bespielte Halle lässt sich aus unserer Sicht viel besser vermarkten als eine leer stehende. Zum Erhalt der Duisburger Kultur ist die Fortsetzung des Programms notwendig, wenn man nicht alle Stammkunden an andere Städte verlieren will.“

Theater am Marientor
Auch Chöre und Vereine brauchen das Haus

Dass die Sanierung der Philharmonie Mercatorhalle frühestens im September 2014 abgeschlossen wird, zwingt die Philharmoniker, mindestens eine zweite Saison im TaM zu planen.

Wie sehr Duisburg jetzt auf das TaM als Veranstaltungsort angewiesen ist, zeigte sich auch bei den Chorkonzerten in der Vorweihnachtszeit oder bei den Karnevalsveranstaltungen.

Dieser Meinung ist auch Philharmoniker-Intendant Dr. Alfred Wendel: „Es ist für uns entscheidend, weiter im TaM zu spielen.“ Ernsthafte Alternativen gebe es nicht: Die Hallen in Rheinhausen und Walsum seien zu klein, der Spielplan des Theaters bereits disponiert, die Kraftzentrale im Landschaftspark an vielen Terminen besetzt. Hallen in Mülheim oder Oberhausen kämen „auf keinen Fall“ in Frage, „dann laufen uns die Abonnenten weg“. Das Publikum habe sich ans TaM gewöhnt.

Auch DMG-Chef Uwe Gerste findet es „naheliegend“, das TaM zu halten. „Es gibt eine Vielzahl von Veranstaltern, die für den Sommer 2013 und 2014 vorgebucht haben.“ Auch Chöre, Wirtschaft oder Karnevalsvereine und darüber hinaus die Tournee-Veranstalter seien auf das Haus angewiesen.

„Gott sei Dank, dass wir das TaM noch haben“, sagt auch Kulturdezernent Karl Janssen. Das Haus werde vom Publikum akzeptiert, es gebe keine andere gleichwertige Spielstätte innerhalb von Duisburg.

„Für die CDU-Fraktion gilt: So lange die Mercatorhalle nicht zu 100 Prozent einsatzfähig ist, müssen die Philharmoniker das TaM für ihre Konzerte nutzen können“, so Fraktionsvorsitzender Rainer Enzweiler.

Anne Horstmeier


Kommentare
27.01.2013
15:19
#ERROR 2012 - Link funktioniert nicht
von HartaberWahr | #5

@astor97:
Guter Plan, aber leider nur in einer besseren Welt.

Das TaM muss auf jeden Fall erhalten bleiben und möglichst vielen Nutzern zur Verfügung stehen.

Aber Lügen-Link und seine Freunde müssen verkaufen, die müssen doch auch leben.

DUISBURG - wir können alles, außer RICHTIG !

26.01.2013
14:10
TaM soll Spielstätte bleiben
von Ratbus | #4

ein Verkauf des TAM ist alternativlos. Selbst wenn der Rat seinen Beschluss aus 2011 aufheben sollte, dann wäre immer noch nicht klar, woher das Geld für den weiteren Unterhalt kommen sollte. Das gilt vor allem in Hinblick auf die jetzt laufende Haushaltssanierung der Stadt.
Ein Verzicht auf den Verkauf des TAM (sollte sich in 2013 ein Käufer finden) würde die restliche Kulturlandschaft in Duisburg enorm gefährden, weil die verfügbaren Mittel dann für nichts mehr reichen.
Nicht vergessen, die Rohmiete für die Mercatorhalle muss auch weiter bezahlt werden.

Schönes Wochenende,
Ratbus

26.01.2013
09:10
TaM soll Spielstätte bleiben
von leuwerick | #3

Dürfte doch für eine Großstadt kein Problem sein das Theater zu füllen. Das Musicalthema is wohl eher nicht aktuell. Wie wärs mit der Gründung eines eigenes Schauspiels?

Ich find es peinlich, das Duisburg keine eigene Theatergruppe hat: Das gehört doch auch zur Identität einer Großstadt. Aber hier wird nach wie vor Kultur als Übel angesehen und dem entsprechend in der Stadtspitze so gehandelt.

1 Antwort
TaM soll Spielstätte bleiben
von keineahnung88 | #3-1

vielleicht sollten sie sich ein Stück besser informieren ,als so einenn Dü.... zu posten!

26.01.2013
01:10
TaM soll Spielstätte bleiben
von astor97 | #2

gute Idee.... und das Umfeld sollte so gestaltet werden..wie geplant... dass es wieder als Musical-Theater genutzt werden kann...sprich der Sonnenwall, die Beekstraße als Eingang in die City...umbauen... hier würden sich kleine Cafes, Bistros und Szenekneipen anbieten... schönen Tag noch ...und hoffentlich plant mal jemand, der seine Heimatstadt Duisburg liebt...

25.01.2013
21:46
TaM soll Spielstätte bleiben
von ArminKlaes | #1

Ja, es stimmt, dass der Ratsbeschluss geändert werden muss, ja es stimmt, dass es für die Philharmoniker bis zur Wiedereröffnung der Mercatorhalle das TaM als Ersatzspielstätte geben muss mangels Alternative in Duisburg. Ja, es stimmt, dass auch die anderen großen Konzerte und repräsentativen Veranstaltungen möglich sein müssen im TaM. Aber: Es darf nicht sein, dass Duisburg die Riesenchance vergeigt, im Theater am Marientor doch noch wieder einen echten Musicalbetrieb zu bekommen wie angeboten!
Und da muss ein intelligenter Kompromiss her: "Ja" für Sinfonie- und Chorkonzerte und andere Traditionsveranstaltungen im TaM, aber genauso wichtig: Auch "Ja" zum Musicalstandort Duisburg!

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