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Tafel-Laden sucht neue Bleibe

20.06.2007 | 09:04 Uhr

Auch wenn das Geschäft erst um 11 Uhr öffnet, warten schon ab 8 Uhr die ersten Kunden.Situation ist für die Nachbarschaft nicht einfach. Neuer Standort sollte gut erreichbar sein

Die "Duisburger Tafel" ist auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten für den Tafel-Laden an der Grabenstraße in Neudorf. In dem Laden werden täglich Lebensmittel für kleines Geld an Bedürftige ausgegeben. Der Andrang ist allerdings so groß geworden, dass es in der Vergangenheit öfter zu Problemen mit der Nachbarschaft kam. "Die Leute sitzen in Hauseingängen, manchmal lehnen sie an den geparkten Autos, wenn sie auf die Ladenöffnung warten", sagte eine Anwohnerin der WAZ. Dass die "Duisburger Tafel" eine gute Einrichtung ist, stellt sie nicht in Zweifel, aber die durch den Andrang am Tafel-Laden entstandenen Probleme seien nun einmal da.

"Wir bemühen uns schon seit längerer Zeit, einen neuen Standort für den Tafel-Laden zu finden", sagte die Pressesprecherin der Duisburger Tafel, Uta Steeger, der WAZ. Aber der neue Standort muss einige Voraussetzungen erfüllen: "Die Räume sollten mindestens über einen Wasseranschluss verfügen. Eine ehemalige Metzgerei wäre bespielsweise eine Möglichkeit."

Um den Andrang am Tafel-Laden zu lenken, hat die Duisburger Tafel Ausweise ausgegeben, damit nicht jeden Tag die gleichen Leute anstehen und die Verteilung der Lebensmittel gerechter ist. "Einen Ausweis bekommt auch nur, wer die Bedürftigkeit nachgewiesen hat", sagt Uta Steeger. Dass manchmal schon Stunden vor der Öffnung Menschen vor dem Laden warten, schreibt Uta Steeger deren Mentalität zu: "Sie kommen oft aus Ländern, in denen nur derjenige etwas bekam, der auch früh genug angestanden hat." Mit einem Nummernsystem versucht der Tafel-Laden Abhilfe zu schaffen. Manchmal gebe einfach Verständigungsschwierigkeiten. Allerdings gebe es auch durchaus Fälle, in denen jemand, der zu spät kommt, leer ausgeht, wenn zu wenig da ist.

"Unsere Traumimmobilie für den Tafel-Laden wäre zwischen 200 und 400 Quadratmeter groß, hätte einen Büroraum, vielleicht sogar Parkplätze, wäre gut mit dem Öffentlichen Nahverkehr zu erreichen und stört niemanden", beschreibt Uta Steeger die Hoffnungen der "Duisburger Tafel". Anfragen bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und der Gebag waren bislang erfolglos. "Ich hoffe, dass sich auf diesem Weg vielleicht private Vermieter bei uns melden. Am liebsten wären die Stadtteile Neudorf, Duissern oder Hochfeld. Es wäre gut, wenn der Tafel-Laden nicht zu weit von unserem Standort am Grunewald entfernt liegt."

Wer der "Duisburger Tafel" bei der Immobiliensuche helfen kann, sollte sich bei Claudia Franke (Tel. 0203-35 01 80) melden.

Information über den Verein gibt es im Internet:

www.duisburger-tafel.de

Von Alfons Winterseel

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82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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