Das aktuelle Wetter Duisburg 16°C
Ballett

Tänzerische Einblicke in das menschliche Leben

25.10.2011 | 17:29 Uhr
Tänzerische Einblicke in das menschliche Leben
Ballet am Rhein: Martin Schläpfer präsentiert zwei seiner besten Arbeiten. Foto: Hayrettin Özcan

Duisburg.Mit dem neuen Ballettabend „b. 10“ ist im Duisburger Theater die dritte große Premiere innerhalb von vier Wochen zu sehen. Ballettchef Martin Schläpfer präsentiert zwei ältere Choreographien aus seinem Repertoire und als deutsche Erstaufführung gibt es Jirí Kyliáns „Psalmensinfonie“ zur Musik von Igor Strawinsky.

Gezeigt werden drei Werke, die nicht abstrakter Tanz sind, sondern „Einblicke in das menschliche Leben geben“, wie Dramaturgin Anne do Paco verrät. Schläpfer sieht seine tänzerischen Umsetzungen des 3. Klavierkonzertes von Alfred Schnittke und der „Tanzsuite mit Deutschlandlied“ von Helmut Lachenmann „als Handlungsballette, die man auf den ersten Blick aber nicht als solche erkennt“. Zudem gelänge es der Verbindung von Tanz und Bühne, einen Zugang zur Musik zu schaffen.

So zeigt Schläpfer in seiner vor elf Jahren entstandenen Choreographie zu Schnittkes Klavierkonzert „den Weg einer Frau, die durch verschiedene Beziehungen wandelt und am Ende den Mut hat, alleine dazustehen“. Zum großen zeitlichen Abstand zur Entstehung dieses Werkes erklärt der Ballettchef: „Jetzt ist das Stück noch präziser.“

Erste deutsche Compagnie

Die Choreographie zu „Tanzsuite mit Deutschlandlied“ entstand 2005 wegen Schläpfers Begeisterung für den Komponisten Helmut Lachenmann. Die Musik – von CD – zitiert Volkslieder, Bachs Weihnachtsoratorium und die Nationalhymne. Lachenmann gilt als Kritiker etablierter Kultureinrichtungen, über Schläpfers Ballett mit Revue- Elementen, tanzenden Chinesen und Papst äußerte sich der Komponist aber positiv.

Mit Kyliáns Choreographie der Psalmensinfonie“ von 1978 tanzt das Ballett als erste deutsche Compagnie einen der großen Klassiker des Tschechen, der zugesagt hat, zur Premiere anzureisen.

„b.10“ feiert am Samstag, 29. Oktober Premiere. Es musizieren die Duisburger Philharmoniker unter Wen-Pin Chien. Das Schnittke-Konzert wird von Denys Proshayev gespielt, der Opern-Chor singt Strawinskys „Psalmensinfonie“.

Rudolf Hermes

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5198001/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Aus dem Ressort
Wo Fußball-Fans in Duisburg die EM-Spiele sehen können
Public Viewing
Die Fußball-EM wirft ihre Schatten auch in Duisburg voraus. Zwar gibt es in Duisburg aus Geldmangel kein zentrales Public Viewing unter freiem Himmel. Doch viele private Veranstalter werden das Fußball-Turnier, das am 8. Juni beginnt, auf großen Leinwänden zeigen.
BUND erwägt Klage wegen Feinstaub-Belastung in Duisburg
Umweltblastung
Der BUND hat die Stadt Duisburg und die Bezirksregierung aufgefordert, die Feinstaub-Belastung in der Stadt zu senken. An fünf von sieben Station im Stadtgebiet sind die Werte schon jetzt viel zu hoch. Der Umweltverband fordert nun Gegenmaßnahmen und droht mit einer Klage.