Zurück in die Zukunft

Süd..  Der Spiel- und Schreibwaren-Laden „Buntstift“ auf der Düsseldorfer Landstraße hat den eigenen Onlineshop inzwischen zurückgezogen. Denn die Resonanz fiel bescheiden aus: Der Umsatz belief sich auf einen Tornister in einem Jahr. Susanne Brücker, Ansprechpartnerin für die Kunden, erklärt die Entscheidung: „Es hat sich schlichtweg nicht gelohnt. Durch Internetshops gehen die kleinen Läden kaputt. Das ist sehr schade.“ Außerdem biete das Internet nicht die Möglichkeit für ausreichende Beratungsgespräche und optimale Kundenbetreuung. „Welcher Online-Shop kann Geschenke hübsch verpacken? Ich kenne keinen“, betont Brücker und damit einen Nachteil des Online-Kaufs. Für sie ist der direkte Kontakt zum Kunden unersetzlich.

Auch der Spielwaren-Laden „Podpi Spielwelten“ auf der Münchener Straße hat den eigenen Online-Shop aufgegeben. Dennoch verkaufen die Inhaberinnen Aylin Korkankorkmaz und Heike Grau Ware über das Internet.

Vom Internet zur App

Bei der Verkaufsplattform Amazon haben sie ein Verkaufskonto eingerichtet. „Etwa 30 Prozent unseres Umsatzes stammen von den Online-Käufen“, erzählt Grau. Die bestellte Ware wird direkt aus dem kunterbunten Laden verschickt.

Die Geschäftsführerinnen tüfteln zur Zeit an einem neuen Zukunftsmodell: „Wir könnten uns vorstellen, eine App zu entwickeln, die den Kunden ein virtuelles Schaufenster zeigt. Vom Sofa oder vom Zug aus kann dann jederzeit geschaut werden ob das gewünschte Spielzeug vorrätig ist.“

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