Zu Besuch in der Qualifizierungs-Werkstatt

Wanheim..  Hoher Besuch im Qualifizierungszentrum des Diakoniewerks Duisburg: Inmitten der Schreinerei versammelte sich dieser Tage das Leitungsteam der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), angeführt durch den Vorsitzenden, Präses Manfred Rekowski.

Stolz öffnet Michael Richard-Sommer die Türen zur Werkstatt. Mit interessierten Mienen betreten die rund 20 Besucher die Tischlerei. Richard-Sommer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Arbeit und Ausbildung des Diakoniewerks Duisburg, erläutert ein paar der großen Maschinen. Die Werkstatt sei technisch auf modernstem Stand, betont er. Das Qualifizierungszentrum, zu dem neben der Tischlerei aktuell auch eine Polsterei und eine Malerei gehören, ist erst 2009 eröffnet worden.

In den vergangen 30 Jahren hat die Evangelische Kirche im Rheinland arbeitsmarktpolitische Maßnahmen des Diakoniewerks mit mehr als 2,7 Millionen Euro aus dem Fonds zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gefördert. Eine dieser Maßnahmen war der Neubau des Qualifizierungszentrums in Duisburg. Nach haushaltsbedingten Kürzungen des Fonds besucht das Leitungsgremium nun verschiedene Projekte, um einen praktischen Einblick in die betroffenen Arbeitsgebiete zu bekommen. „Wir als Evangelische Kirche in Duisburg sind sehr stolz auf die Arbeit des Diakoniewerks vor Ort“, erklärt Stephan Blank, stellvertretender Leiter des Kirchenkreises. „Ich würde sagen, das Diakoniewerk ist unser Aushängeschild.“

Im Qualifizierungszentrum werden Jugendliche ausgebildet, die im sogenannten ersten Arbeitsmarkt keine Chance bekommen haben. „Wortkarg, Kappe ins Gesicht gezogen, Tattoo am Arm und zur Begrüßung ,Moin Alter’, so machen die Jugendlichen bei uns oft den ersten Eindruck“, erzählt Geschäftsführer Sieghard Schilling. Das ändere sich im Qualifizierungszentrum: „Man sieht schnell eine Entwicklung. Am Ende der Ausbildungszeit halten sie vor hundert Leuten eine Rede für ihren Ausbilder, mit Freundlichkeit und allem Anstand.“