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Zoff zwischen Hundehaltern und Radlern an Sechs-Seen-Platte

03.10.2012 | 19:00 Uhr
Zoff zwischen Hundehaltern und Radlern an Sechs-Seen-Platte
Husky-Hündin Luna entwischte nach einem Streit.Foto: Stefan Rebein

Duisburg-Wedau.   Immer wieder gibt es Streit zwischen Hundebesitzern und rücksichtslosen Radfahrern an der Sechs-Seen-Platte in Duisburg. Auch die Stadt kennt das Problem und verweist auf die Verhaltensregeln.

Erholsame Ruhe scheint hier zwischen all den Bäumen und den ausgedehnten Wegen zu herrschen. Hier und da sind Fußgänger an der Sechs-Seen-Platte unterwegs. Manche von ihnen führen ihren vierbeinigen besten Freund aus. Andere wiederum durchfahren die Natur mit ihrem Zweirad. Alles scheint friedlich.

Doch die Idylle trügt. In letzter Zeit ist das Klima zwischen Radfahrern und Hundehaltern gereizt geworden. Sogar zu einer handfesten Auseinandersetzung wäre es vor kurzem beinahe gekommen.

Volker Tobias geht häufig an der Sechs-Seen-Platte mit seiner Husky-Hündin Luna Gassi. Drei Mal pro Tag führt er seinen vierbeinigen Begleiter hier aus. Das Tier wirkt handzahm und verhält sich auch Fremden gegenüber friedlich. Doch als der Streit zwischen ihrem Halter und einem Mountainbike-Fahrer im Wald eskalierte, verschwand Luna stundenlang im Wald. Sie war weggelaufen. So sehr hatte sich die zutrauliche Hündin erschrocken. „Das war keine schöne Situation “, sagt Volker Tobias. Der 51-jährige Geschäftsbetreiber aus Großenbaum denkt nur ungern an den Streit zurück.

Streit mit Radfahrer

Auslöser für die Auseinandersetzung war ein rücksichtsloser Radfahrer. Er radelte mit hoher Geschwindigkeit auf seinem Mountainbike durch den Wald. Tobias sprach ihn darauf an. Davon fühlte sich der Mountainbiker wohl ausgebremst und provoziert. Er schimpfte. „Jede ,Töle‘ würde ich sowieso lieber plattfahren“, soll er gesagt haben. Genug, um bei Tobias den Kragen platzen zu lassen. „Beinahe hätte ich die Beherrschung verloren“, meint der Großenbaumer. Es sei dann doch bei einem Wortgefecht geblieben.

Dass verbal die Fetzen fliegen, hält der Hundehalter für unnötig. „Eigentlich gibt es hier Platz genug für alle“, meint der Großenbaumer und ergänzt: „Viele Radfahrer passen ihre Geschwindigkeit an, wenn sie Hunde sehen.“ Doch einige schwarze Schafe würden die Wege fast schon als Rennstrecke nutzen.

„Manche fahren rücksichtslos durch den Wald“, sagt auch Gudrun Osselmann, die zum Gassi gehen ebenfalls gerne die Sechsseenplatte nutzt. Kontrolliert werde dies an der Sechsseenplatte nach Auffassung der Hundehalter zu wenig. „Früher habe ich hier ab und zu einer Reiterstaffel gesehen“, erklärt Tobias.

Doch das sei eine gute Weile her. Dass Radler mit einem „Affentempo“ unterwegs seien, meint Osselmann, sei längst keine Seltenheit. „Und dann klingeln sie Sturm.“ Ein rücksichtsloses Verhalten, das den Hundehaltern Sorgen bereitet.

Stefan Rebein

Kommentare
09.10.2012
06:49
Bei allem Verständnis für grenzenloses Radfahren (!) - der Fußgänger mit/ohne Hund muss auf seinen Flächen sein Recht auf Vorfahrt behalten!
von JoachimMutz | #10

Das pauschal massive Feindbild... - ...war/ist doch zwischen dem Rad- und Autofahrer auf den Straßen ähnlich...
...dort fühl(t)en sich die Radfahrer...
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2 Antworten
Zoff zwischen Hundehaltern und Radlern an Sechs-Seen-Platte
von MisterX02 | #10-1

Soweit ich weiss, ist die Benutzung der Wege durch das Verkehrszeichen 240 geregelt, dass besagt, dass Fugänger und Radfahrer gleichberechtig sind.

Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Hunde - egal wie friedlich - einfach durch die Gegend laufen. Erst vor einigen Tagen ist ein nicht angeleinter Labrador meiner Frau seitlich ins Fahrrad gelaufen, nachdem sie rechtzeitig bis zum Stillstand schon abgebremst hatte und ein paar Sekunden stand. Wäre das während der Fahrt passiert, egal wie langsam, wäre ein Sturz unvermeidlich gewesen.
Und das anschließende "Entschuldigung" der Hundehalterin nutzt dann auch nichts mehr.

@ MisterX02 #10-1 .... "Jeder sollte bei seinem Tun die möglichen Folgen vorher bedenken, unabhängig dessen, ob er im Besitz des Rechtes ist oder eben sich nur im Besitz des Rechtes fühlt...!"
von JoachimMutz | #10-2

Sie berufen sich auf die STRASSEN-Verkehrsordnung...
Dort steht in den Grundregeln vorne an, dass sich jeder Verkehrsteilnehmer so zu verhalten hat, dass er möglichst keinen behindert, schädigt... - seine Geschwindigkeit auch entsprechend der Verkehrssituation anpasst...

Wenn also der Radfahrer vor ein Hindernis fährt.... - selber schuld. Da Hunde nach dem Gesetz wie eine Sache zu behandeln sind...?

Und aus manch negativer Erfahrung heißt es eben (Vorsicht heißt die Mutter...);
Wenn es zu dem von Ihnen beschriebenen Unfall kommt... - kennen Sie weder Hund noch Halter/in... - und Beide sind nach dem Unfall verschwunden / oder "man" kennt den Hund nicht... - und dann???

Wie war das noch? "Wer sich in Gefahr begibt..." ....der Fußgänger MUSS auf "seinen Flächen" Vorfahrt haben - nur so sind die drohenden Gefahren abzuwehren!
...und eigentlich muss die Politik, muss der Gesetzgeber schon längst die mit dem wunderbaren Radboom eingeschlichene Problematik erkannt haben! ..E-Bike im Wald?

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2012-10-03 19:00
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