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„Zizi“ taucht in Koblenz auf

29.06.2012 | 23:00 Uhr
„Zizi“ taucht in Koblenz auf
„Zizi“ ist wieder bei Peter Mumot und Martina Mumot-Fochlers

Huckingen. „Zizi“, die Mischlingshündin aus Rumänien, ist wieder bei Frauchen Martina Mumot-Fochler und Herrchen Peter Mumot. Sechs Wochen war das Tier verschwunden und bis nach Koblenz, 190 Kilometer entfernt, gekommen, wie Mumot-Fochler jetzt berichtet.

Drei Stunden nach ihrer Ankunft in Deutschland hatte die einäugige Straßenhündin vom Balkan sich aus ihrem Geschirr befreit und war davongelaufen. Dank der Aufrufe in dieser Zeitung konnten die Eheleute den Aufenthalt des Tieres gut nachvollziehen. „Zizi“ wechselte mehrfach die Rheinseite. Von 30 Personen erhielten die Mumot-Fochlers Hinweise darauf. Allerdings gelang es ihnen nicht, eine Futterfalle auszulegen, denn „Zizi“ wanderte immer weiter. Nach dem 15. Juni verlor sich ihre Spur - bis sich am Montag ein Tierheim in Koblenz meldete, wo der Hund abgegeben worden war.

Das Auslesen des eingepflanzten Chips führte zu ihren Besitzern. Denn im Zentralregister war bereits vermerkt, dass „Zizi“ als vermisst galt. Noch am gleichen Tag holte Frauchen den Vierbeiner dort ab. „Zizi“, so berichtet sie, müsse ziemlich platt gewesen sein. Sie ist von 15 auf noch etwa zehn Kilo abgemagert und wird jetzt von den Mumot-Fochlers aufgepeppelt. Jedenfalls gelang es Bürgern in Koblenz offenbar, sie an eine Futterstelle zu gewöhnen.

„Sie ging am Ende mit einem Mann mit“, berichtet die Huckingerin, die das Tier wie ein Kind in ihr Herz geschlossen hat. „Zizi“ könne, vermerkt sie stolz, das alles nur überlebt habe, weil sie nach acht Jahren auf der Straße in Rumänien einige Überlebensfähigkeiten erlernt habe. Sie wird jetzt nur noch an einer Doppelleine geführt.

Wie die schwarz-braune Hundedame nach Koblenz gelangt ist, ob zu Fuß, auf einem Lkw oder auf einem Güterzug, „das werden wir wohl nie erfahren“, so Martina Mumot-Fochler.

Martin Kleinwächter



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