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Wunderbarer Familiensport

12.06.2009 | 15:51 Uhr
Wunderbarer Familiensport

Die fünf Segelclubs am Masurensee nutzen die ersten Duisburger Segeltage zur präsentation ihres Sportes

Theoretisch kommt der Duisburger Segler vom Wambachsee über Zubringer zum Dickelsbach, der in Hochfeld in den Rhein mündet und von dort natürlich auf die Weltmeere. „Praktisch kann die Sechs-Seen-Platte aber nur mit Hilfe eines Krans und eines Bootanhängers verlassen werden”, weiß Klaus-Dieter Clasen vom Duisburger Yachtclub (DUYC).

Trotzdem bietet die 150 Hektar große Wasserfläche genügend Anreize, um bei der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 den Segel- und Wassersportstandort zu vertreten. Um sich auf das Großereignis vorzubereiten, organisierten die örtlichen Vereine das Aktionswochenende „Duisburg segelt” schon in diesem Jahr. Zahlreiche Rennen, die für Laien kommentiert werden, und Schnupperfahrten machen das Hauptprogramm aus.

Neben dem DUYC, der 530 Mitglieder zählt und damit der größte Segelverein Duisburgs ist, beteiligten sich der Duisburger Kanu- und Segelclub (DKSC), ETuS Wedau, der Duisburger Segel-Club (DSC) und der Windsurfing Club Ruhr an der Organisation. „Besonderes Interesse möchten wir mit bei Leuten wecken, die im Alter zwischen 30 und 45 Jahren sind. Natürlich sind aber Kinder und Jugendliche auch herzlich willkommen”, so DUYC-Vorsitzender Clasen, „außerdem möchten wir zeigen, dass Segeln nichts elitäres, sondern ein wunderbarer Familiensport ist”.

Davon, dass es auch ein Allwettersport ist, konnten sich die Besucher am Fronleichnamsdonnerstag selbst überzeugen. Was auf hoher See Gang und Gebe ist, durfte auch bei den starken Regenfällen im Duisburger Süden nicht fehlen: Windjacke, Regenhose und Rettungsweste.

Bei den ersten Fahrten hätten die Teilnehmer mit unter Probleme mit dem Baum, wurde den Besuchern erklärt. Wer sich dabei einen spektakulären Unfall mit dem Ufergrün ausmalte, bewies sein Nichtwissen: der Baum ist die Querstange, mit der das Segel bedient werden kann. „Die Seemannssprache ist eine eigene Fremdsprache, die man im Laufe der Zeit lernt”, weiß Clasen. Dass in Duisburg Seemannsgarn gesponnen wird, stehe außer Frage: „Wir spinnen auf dem Masurensee nur Teichmannsgarn”, behauptet der Hobbysegler.

Über Abenteuerausflugsfahrten auf der Alexander von Humboldt, einem 30 Meter hohen und 60 Meter langem Dreimaster, informierte die gleichnamige Stiftung aus Bremerhaven. „Wären die Rheinbrücken nicht so niedrig, hätten wir die Lady sicherlich auch mitgebracht”, so ein Mitarbeiter der Sail Training Association Germany (STAG), die den grünen „Becks”-Segler aus Bremerhaven betreibt und in Fahrt hält.

Nora Maibaum



Kommentare
15.06.2009
13:16
Wunderbarer Familiensport
von Markus R. Spiecker | #1

Ein kleiner korrigierender Kommentar zum letzten Absatz:

Die Eignerstiftung der Alexander von Humboldt, die beim Duisburger Yachtclub über das Schiff informierte, heißt nicht wie das Schiff, sondern Deutsche Stiftung Sail Training (DSST). Sie betreibt das Schiff und hält es in Fahrt. Die STAG ist einer von drei Stiftern der DSST. Die anderen beiden sind die Brauerei Becks und die Reederei E.H. Harms.

Auf der Alexander von Humboldt finden keine Ausflugsfahrten statt!

Das Schiff dient dazu, interessierten Menschen, besonders Jugendlichen, das Segeln auf einem Großsegler zu ermöglichen. Das bedeutet aktives Segeln, Teil der Mannschaft sein und Teamarbeit an Bord. Sicherlich ein Abenteuer, aber ganz bestimmt keine Ausflugsfahrt.

Die Mannschaftsmitglieder kommen aus ganz Deutschland, viele auch von Rhein und Ruhr.

Weitere Informationen unter http://www.gruene-segel.de

Markus R. Spiecker
Crewmitglied

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