Wieder Ärger mit dem Fernsehmann

Buchholz..  Hohe Kosten schon für die Fehlersuche, teure Ersatzgeräte, mangelhaft ausgeführte Arbeiten, all das waren 2011 und 2013 Vorwürfe gegen einen Radio- und Fernsehhändler aus dem Bezirk Stadtmitte, die auch von Kunden aus dem Süden erhoben wurden (wir berichteten). Jetzt hatte ihn eine Bewohnerin des Seniorenzentrums Altenbrucher Damm auf Rückgabe des bezahlten Geldes verklagt. Der Streit endete mit einem Vergleich, ei­nem Kompromiss zwischen beiden.

Die alte Dame hatte im Frühjahr 2014 Probleme mit ihrem Fernseher und dem zugehörigen Satelliten-Receiver. Sie bestellte sich den Fachmann ins Altenheim. Der bot ihr den Austausch gegen einen gebrauchten Fernseher für 60 Euro mit einem nagelneuen Receiver für 130 Euro an und erhob noch 60 Euro für Anfahrt, Aufstellen und Programmieren.

Später forderte die Frau ihr Geld zurück. Fernseher und Receiver würden alle paar Stunden aussetzen, beklagte sie. Den Händler selbst das Problem beheben zu lassen, verweigerte sie ihm, hatte sie doch zwischenzeitlich von den Problemen erfahren, die andere Kunden mit ihm hatten. Er bot ihr aber nur die Rücknahme des Fernsehgeräts für 60 Euro an, hatte auch zunächst das Recht, nachzubessern, also das Funktionieren von Fernseher und Receiver sicherzustellen.

Dass sie ihm das verweigerte, daran scheiterte jetzt ihre Klage vor Ge­richt. Deshalb einigten sich beide Seiten auf folgenden Kompromiss: Der Händler erstattet von den 250 Euro, die er erhalten hat, 100 Euro zurück und erklärt sich bereit, den Receiver zu reparieren bzw. neu anzuschließen. Sollte das fehlschlagen, müsste er ihn zurücknehmen.

Gern hätte die alte Dame den von ihrem Anwalt ausgehandelten Kompromiss widerrufen. Sie fühlt sich weiter betrogen. Aber der Anwalt teilte ihr den Vergleich erst nach Ablauf der Widerrufsfrist mit.