Wenn Hände sprechen

Buchholz..  Wie steht der selbstbewusste Geschäftsmann, und was verraten Hände über das Selbstbewusstsein? Pantomime Norman Wilke gab vergangene Woche in seinem Vortrag: „Das unbekannte Kapital – Selbstbewusste Körpersprache“ im Haus der Unternehmer (HDU) Antworten auf diese Fragen.

„Heutzutage muss man sich als eigene Marke verkaufen. Da ist das Selbstbewusstsein ein wichtiger Auswahlfaktor“, findet Heike Schulz ter Hardt, Referentin für berufliche Außenweiterbildung im HDU.

Norman Wilke hat 25 Jahre als Pantomime auf der Bühne gearbeitet und gibt nun seine Erfahrungen bezüglich des Kapitals Körper bei Seminaren weiter. Angesprochene sind vor allem Geschäftsführer und Führungskräfte.

Wilkes Vortrag ist für die Anwesenden ungewohnt. Zu Beginn trägt er weiße Handschuhe und macht wortlos verschiedene Gesten. Er fasst sich an den Kopf, zeigt auf seine Füße und auf die Teilnehmer. Um ihn herum sieht man lächelnde, aber fragende Gesichter. Schließlich zieht er seine Handschuhe aus: „Was machen die Hände?“, fragt er in die Runde. „Die Hände zeigen, was wir denken“, beantwortet er seine Frage selbst und weist damit auf die Bedeutung der Körpersprache hin. Die sei durch Kultur, Status und Religion geprägt, und gerade im Beruf sei es wichtig, diese Unterschiede nachzuvollziehen. „Das Gegenüber zu verstehen, ist der Schlüssel für funktionierende Kommunikation. Oft führt Unverständnis zu Missverständnis“, so der Oberhausener. Pantomimisch verdeutlicht Wilke, wie man durch die Körpersprache auf den Charakter schließen kann. Viermal betritt er den Raum und setzt sich auf einen freien Stuhl. Jedes Mal hat er eine völlig andere Gangart, und auch seine Mimik unterscheidet sich. Ob gehetzt, ruhig oder die Augenbrauen hochziehend; die Teilnehmer verfolgen gespannt jede Bewegung.

„Die Veranstaltung heute war definitiv anders, aber auch sehr spannend“, so Teilnehmer Lothar Konrad.