Wenn ein Kind den Tod des geliebten Opas verkraften muss
11.08.2009 | 15:01 Uhr 2009-08-11T15:01:00+0200Neue Trauergruppe für Kinder ab sieben Jahren startet am 25. August im Malteser- Hospitz. Oft ziehen sich die Jüngsten in ihrer Trauer zurück. Hilfe zur Selbsthilfe
Am 25. August startet der Kinder- und Jugendhospizdienst am Malteser-Hospiz St. Raphael ein neues Angebot: eine Trauergruppe für Kinder zwischen sieben und 13 Jahren. „Wir sind oft gefragt worden, ob wir auch für Kinder Hilfe anbieten, die den Tod eines lieben Menschen verkraften müssen. Seit einigen Jahren bieten wir betroffenen Kindern bereits Einzelbegleitungen an. Das Miteinander in einer Gruppe Gleichbetroffener hat für die Kinder jedoch einen ganz besonderen Nutzen", erläutert Mechthild Schulten, Leiterin des Malteser-Hospizes.
In den Trauergruppen, die jeweils auf acht Teilnehmer begrenzt sind, können sich die Kinder ganz unvoreingenommen austauschen, sie müssen keine Rücksicht auf die Gefühle der Eltern nehmen. Und sie erfahren, dass sie nicht allein sind mit ihrer Trauer, dass auch andere Kinder den Opa, die Mutter oder eine Schwester verloren haben.
Die Trauer zeigt sich bei Kindern meist anders als bei Erwachsenen. Manche Kinder werden ganz still und ziehen sich zurück. „Die Gefahr besteht, dass die Trauer der Kinder leichter übersehen wird. Denn wenn der Tod im nahen Familien- oder Freundeskreis eintritt, sind auch die Erwachsenen selbst sehr stark belastet", führt Karin Schmitz aus, die gemeinsam mit Waltraud Aengenvoort die neuen Kinder- Trauergruppen leitet.
Die acht Gruppentreffen, die von den beiden Sozialpädagoginnen betreut werden, finden jeweils dienstags zwischen 15.30 und 18 Uhr im Malteser-Hospiz St. Raphael in Huckingen, Remberger Straße 36, statt. Vorab ist ein Vorgespräch mit den Erziehungsberechtigten, später ein Informations- und Gesprächsabend für die Erwachsenen fest eingeplant.
Für die Kinder-Trauergruppe, die am 25. August startet, stehen noch einige freie Plätze zur Verfügung. Weitere Informationen direkt im Hospiz bei Sabine Beier, _ 755-2002.
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