Wenn die Annington die Gagfah übernimmt: keine Auswirkungen auf Eisenbahner als Mieter

Wedau..  Dass die beabsichtigte Übernahme des Wohnungsunternehmens Gagfah Group durch das Wohnungsunternehmen Deutsche Annington Auswirkungen auf ihre Rechte als Mieter hat, darum sorgte sich jetzt Randolf Kröll. Er ist Ehrenvorsitzende der Interessengemeinschaft der ehemaligen Genossen vom Bauverein Wedau. Kröll bat im Februar in einem Schreiben an die Annington um Klarstellung. Deren regionale Immobilien-Service-Gesellschaft in Düsseldorf antwortete ihm jetzt: „Die Ihnen zugesprochenen Rechte auf ein lebenslanges Wohnrecht bleiben bestehen.“

So heißt es jetzt in einem vom Geschäftsführer der Immobilienservice-GmbH aus München und dem zuständigen Düsseldorfer Regionalleiter unterschriebenen Brief. Die Integration der Gagfah-Wohnungsbestände in die der Annington habe keine Auswirkungen auf bestehende Mietverträge mit der Annington.

Der Bauverein Wedau war eine Wohnungsgenossenschaft, die 1925 die Gartenstadt-Siedlung von ihrem Erbauer, dem Beamten-Wohnungsverein Duisburg, übernahm. 1941 wurde sie zwangsweise aufgelöst, und die Wohnungen gingen auf die Eisenbahner-Wohnungsgesellschaft Ruhr-Niederrhein der Deutschen Reichsbahn über. Nach dem Ende des Dritten Reichs gründeten die ehemaligen Genossen ihre Interessenvertretung. 1951 setzten sie vertraglich durch, dass ihre Mitglieder ein auch auf ihre Nachkommen übertragbares Wohnrecht auf Lebenszeit haben.

Mitte der 1990er Jahre wurde die Gesellschaft im Zuge der geplanten Privatisierung der Deutschen Bundesbahn dem staatlichen Bundeseisenbahnvermögen unterstellt. Im Jahre 2000 wurde sie dann an die Deutsche Annington verkauft. Die Rechte der ehemaligen Genossen aber blieben ebenso wie die der anderen Eisenbahner bestehen.