Weggespülte Abfälle locken Ratten zuhauf in Duisburg an
25.07.2012 | 19:35 Uhr 2012-07-25T19:35:00+0200
Duisburg. Anwohner und ein Sanitärinstallateur beklagen wachsendes Problem mit Nagern in Duisburg-Ungelsheim und im restlichen Süden. In einigen Haushalten kamen die fiesen Nager schon aus den Toiletten gekrochen. Wirkungsvolle Abhilfe ist schnell installiert und einigermaßen preiswert.
Plötzlich ging der Toilettendeckel auf und zwei Ratten stiegen aus der Porzellanschüssel. Christa Palubicki traute ihren Augen nicht. Das eine Tier sei wieder im Lokus verschwunden. „Die andere haben wir noch im Gebäude gejagt“, sagt die Ungelsheimerin. Es ist kein Einzelfall, dass die Nager aus der Kanalisation bis in die Badezimmer kriechen. Installateur Anton Köther hat in jüngster Zeit reihenweise Rattenstops verbaut. Das sind kleine Klappen, die das Toilettenrohr von außen verschließen und nur öffnen, wenn jemand die Spülung betätigt. Kostenpunkt für die Nachrüstung: gut 100 Euro.
Der Handwerker hat eine enorme Zunahme der Rattenprobleme ausgemacht. „Die Leute kippen leider immer mehr Essensreste zur Entsorgung in die Toilette“, sagt Anton Köther. Die Nahrung locke die intelligenten Nager geradezu magnetisch an. Erlaubt ist es nicht, Essen über das Abwasser zu entsorgen. In der Praxis sieht’s in vielen Haushalten aber ganz anders aus.
Schwerpunkt im Süden
Ungelsheim sei ein Schwerpunkt der Rattenplage, sagt Köther. Das liege vielleicht auch an der grünen Umgebung im Süden. Bachläufe und Gräben sind ein klassischer Lebensraum der Ratten. Und das Essen locke die Tiere in die Kanäle . Unter vielen Häusern gebe es trockengelegte Kanäle. „Darin bauen sich die Ratten ihre Nester.“ Mit der Hygiene habe das Problem wenig zu tun. „Ich habe selbst schon Ratten im Keller gehabt“, sagt Köther, der wie Christa Palubicki im Sandmüllersweg wohnt.
Die Wirtschaftsbetriebe wollen nicht von einem allzu großen Problem sprechen. „Wir hatten drei Meldungen in diesem Jahr“, sagt Sprecher Volker Lange. Das Unternehmen gehe unterirdisch mit Ködern gegen die Vermehrung der Ratten vor. Oft trete das Problem bei Häusern mit alten Gussrohren auf.
Abfälle nicht durch Toilette entsorgen
Die neueren Kunststoff-Abwasserrohre seien viel zu glatt dafür, dass Ratten dort hindurch in die Wohnung klettern können. Auch die Wirtschaftsbetriebe appellieren an den gesunden Menschenverstand, keine Abfälle und Essensreste über die Toilette zu entsorgen.
Christa Palubicki sieht das Problem durch den Einbau von Rattenstops noch nicht gelöst. Zuletzt hätten die Tiere sogar die Gummidichtung an der Toilette angenagt. Und auch auf der Straße sei sie den abstoßend wirkenden Tieren schon begegnet. Ihr Jack-Russell-Terrier (ein Rattenjäger) habe die Nager im Gulli ausgemacht. Für Christa Palubicki war das ein erschreckender Anblick: „Das war keine kleine Ratte. Die hatte einen Hintern wie ein Karnickel.“
18:36
Die größte Ratte ist auf der Arbeit........
meinste dich selber????
18:30
Jeder (wilde) Komposthaufen lockt mehr Ratten an als durch die Toilette entsorgte Speisereste.
Deshalb: Bitte nicht den Grünschnitt einfach über den Gartenzaun kippen.
18:00
Wer sein Essen in die Gegend wirft oder die Toilette herunterspült, braucht sich über Ratten nicht aufzuregen. Oder sagt jemand von uns Nein, wenn er zu einem kostenlosen Festmahl eingeladen wird?
15:48
Auch in Dortmund hinterm RWE-Tower ist Rattenparty on mass angesagt die Springen und Tanzen da wie im B6 die Kids
15:45
Ja, ja, das Sommerloch. Also hier in Ruhrort wimmelt es von dicken Ratten. Am Leinpfad lassen sich jeden Abend ganz prächtige Exemplare beobachten. Auch an der Mühlenweide, wo ein buntes Volk im Biergarten sitzt bzw. im Auto liegt, sind die niedlichen Nager auf der Suche nach Biofutter. Normalerweise beissen die aber nicht, also keine Angst.
14:53
Wer seine Essensreste immer schön in der Toilette entsorgt, spart eine Menge Platz in der Restmülltonne und kann sich dann aufregen, dass einige Städe dort eine Mindestrestmüllmenge vorschreiben und sich über die Müllgebühren beschweren...
14:33
Immer schön die Essensreste in die Toilette kippen...da freuen sich die Nager besonders und wollen dann auch so mal zum Futtern vorbei kommen! Schmeckt doch so gut!
14:13
dirk7603 | #1
Jack-Russel-Terrier sind zur Jagd gezüchtet und gerade wegen ihre kleinen Statur auch zur Exploration von Rattennestern. Es ist also legitim einen Jack-Russel als Rattenjäger zu bezeichnen.
Aber es ist natürlich viel einfacher und befriedigender fürs Ego aus der Anonymität heraus Leute zu beschimpfen und als dumm zu bezeichnen. Über Deinen Geisteszustand werde ich mich hier nicht auslassen, sonst wird mein Beitrag gesperrt.
14:12
Letztes Jahr im Sommerloch kam ein fast identischer Bericht aus Dorsten.
13:55
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Der hauptsächlich betroffene Stadtteil wird doch im Bericht mehrmals genannt. Wer mit einem einfachen deutschen Text überfordert ist, sollte ihn auch nicht kommentieren.