Wedauer erwarten neue Denkmal-Auflagen

Wedau..  Ulrike Gaida-von Pigage und ihre Mitstreiter haben sich inzwischen in das Thema Denkmalschutz eingearbeitet. Dabei stießen sie etliche Merkwürdigkeiten.

„Die Stadt überinterpretiert die rechtlichen Möglichkeiten“, sagt Hans-Peter Ostermeier. Ausgangspunkt für den Erhalt des Ist-Zustandes sei das Jahr 1999, als die Satzung über den Denkmalbereich erlassen wurde. Tatsächlich werde aber teilweise der Ist-Zustand der 1920er Jahre angestrebt, dann wieder sei man auch mit der Gestaltung in den 1960er Jahren zufrieden, bei den Fenstern etwa.

Auch gebe es keine historische Berechtigung, rote Dachziegel und einen farblich abgestuften Anstrich beim Putz zu verlangen. „Das ist reine Willkür“, sagt Burkhard Rieche. Ursprünglich habe es diese Mehrfarbigkeit nicht gegeben.

Auch werde gegen den Grundsatz verstoßen, die Einschränkungen für die Eigentümer so gering wie möglich zu halten“, sagt Hans-Peter Ostermeier. Und Ulrika Gaida-von Pigage schwant schon die nächste Eskalation. „Die Ansage war eindeutig: ,Wir nehmen uns jetzt die Hausgärten vor.’“ Das zurückliegende Jahr des Burgfriedens habe die Behörde eifrig dazu genutzt, um Fotos als Beweise gegen die Bürger zu sammeln. „Da wurden sogar unberechtigt Gärten betreten“, sagt Horst Gaida. Hans-Peter Ostermeier: „Sie stehen uns nicht beratend zur Seite, wie es sein sollte, sondern diktatorisch.“

Leider habe das Verwaltungsgericht Düsseldorf bislang aber ausnahmslos ge­gen die Nachbarn entschieden. In zweiter Instanz aber gebe es Anwaltszwang. 1000 Euro Anwaltskosten für einen Lamellenzaun, das rechne sich aber nicht. Burkhard Rieche. „Da wird das Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert.“